Die Kombitherme für Heizung und Warmwasser

Eine Kombitherme zeichnet sich durch ihre kompakte Bauweise und die bevorzugte Installation an der Wand aus. Als Kombinationsgeräte vereinen sie die Warmwasserbereitung und das Erzeugen der Heizwärme durch die effiziente Nutzung von Erd- oder Flüssiggas. Die mit Brennwerttechnik ausgestatteten Kombithermen der neuesten Generation arbeiten dabei besonders effizient und wirtschaftlich. 

Der Aufbau einer Kombitherme

Aufgrund ihrer Kompaktheit und Doppelfunktion muss eine Kombitherme auf engstem Raum die entscheidenden Bauteile enthalten. Wie der Aufbau aussieht und welche Komponenten wichtig sind, entnehmen Sie der folgenden Aufzählung: 

  • Brenner zur Befeuerung des Wärmeübertragers (Wärmetauschers)
  • Wärmeübertrager zur Wassererwärmung für den Heizkreislauf
  • Plattenwärmetauscher zur Erwärmung des Trinkwassers
  • In die Kombitherme integrierte Heizungspumpe

Wichtig beim Aufbau ist, dass der Heizkreislauf und die Warmwasserzubereitung baulich voneinander getrennt sind. Dabei erfolgt die Warmwasserbereitung nach dem Prinzip eines Durchlauferhitzers. Das heißt: Nur dann, wenn Verbraucher warmes Trinkwasser benötigen, erwärmt die Kombitherme das Medium auch. Bleiben die Entnahmestellen verschlossen, verbraucht die Therme hingegen keine Energie zur Warmwasserbereitung. Die Speicherverluste sinken und die Gefahr von Bakterien oder Legionellen sinkt. 

Steuerung der Kombitherme

Wie jede moderne Heizung setzt auch die Kombitherme auf eine raumtemperaturgeführte oder eine witterungsgeführte Heizungsregelung. Letztere besitzt dabei einen Außenfühler, der die aktuelle Außentemperatur kontinuierlich an die Heizung übermittelt. Die Regelung gleicht diese mit der eingestellten Heizkurve ab und ermittelt so die benötigte Vorlauftemperatur. Bei einer raumtemperaturgeführten Regelung misst ein Temperaturfühler im Haus, wie warm dieses gerade ist. Bei zu niedrigen Temperaturen hebt die Heizung die Vorlauftemperatur an, um mehr Wärme in das Gebäude einzubringen. Ist es drinnen zu warm, sinkt die Vorlauftemperatur wieder. 

Günstig ist auch die Kombination beider Regelungsarten. So berücksichtigt die witterungsgeführte Regelung mit Raumtemperaturaufschaltung alle inneren und äußeren Einflussfaktoren, um die Heizung effizient und bedarfsgerecht zu steuern. 

Wer Energie sparen möchte, kann außerdem spezielle Absenkzeiten einstellen. In diesen arbeitet die Kombitherme mit reduzierter Leistung, um den Gasverbrauch zu senken. Im Sommer hilft außerdem auch eine sogenannte "Sommer-Schaltung" beim Energiesparen. Ist diese eingestellt, arbeitet die Heizung ausschließlich zur Warmwasserbereitung. 

Gasflammen in einer Kombitherme
© WoGi / Fotolia

Kann Wärme bei einer Kombitherme gespeichert werden?

Manche Geräte sind mit integrierten oder angeschlossenen Heißwasserspeichern ausgestattet, die vor allem für Haushalte mit hohem Warmwasserverbrauch sinnvoll sind. Denn eine Erwärmung des Brauchwassers kann einen Augenblick länger dauern, wenn ein derartiger Speicher nicht vorhanden ist. 

Die Kombitherme und ihre Vorteile

Ein wichtiger Vorteil von Kombithermen ist der geringe Platzbedarf aufgrund ihrer kompakten Bauweise. Dies ermöglicht die Installation auch dann, wenn im Haus nur wenig Raum verfügbar ist. Erwähnenswert ist außerdem der geringere Gas- und Wasserverbrauch, der vor allem durch die Brennwerttechnik möglich ist. Dabei nutzt die Heizung den Rücklauf des Heizungswassers, um die Abgase der Verbrennung zu kühlen. Das führt zur Kondensation des enthaltenen Wasserdampfes und damit auch zur Freisetzung verborgener Wärme. Diese erhitzt das Heizungswasser, entlastet den Brenner und lässt die Heizkosten sinken.  

Ein zusätzliches Argument, das für eine Kombitherme für Gas spricht, ist die Reduzierung der Installations- und Gerätekosten. Da die Geräte gleichzeitig die Aufgabe eines Heizkessels und eines Durchlauferhitzers übernehmen, ist nur ein Gerät nötig, um ein Objekt mit Wärme und Warmwasser zu versorgen.

Stark bei niedrigem Wasserverbrauch

Da die Wasserversorgung durch eine Kombitherme nach dem Prinzip eines Durchlauferhitzers erfolgt, entfällt der Brauch- oder Warmwasserspeicher. Erst dieser Verzicht ermöglicht die bereits erwähnte kompakte Bauweise der Heizgeräte. Doch vor allem bei einem hohen Bedarf an Warmwasser stoßen die Thermen nicht selten an ihre Grenzen: Ab einer gewissen Menge reicht die durch die kompakte Bauform begrenzte Leistungsfähigkeit nämlich nicht mehr aus, um die angeforderte Menge an Warmwasser bereitzustellen. Vor allem in Haushalten mit vielen Personen oder bei einem überdurchschnittlich hohen Warmwasserverbrauch aus anderen Gründen ist eine Heizung mit integriertem oder angeschlossenem Wärmespeicher dann die bessere Alternative.

Heizung.de Autor Philipp Hermann
Fazit von Philipp Hermann
Kombithermen sind durch die innovative Brennwerttechnik leistungsfähige Geräte für Warmwasser und Heizung mit einem Wirkungsgrad von fast 100 Prozent. Durch den geringen Platzbedarf sind sie bis zu einer gewissen Wohnraum- und Haushaltsgröße eine hervorragende Alternative zu anderen Heizungssystemen. Nur bei hohem Warmwasserverbrauch bietet sich die Installation von Geräten mit integriertem Warmwasserspeicher an.
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