Die Kombitherme für Heizung und Warmwasser

Eine Kombitherme zeichnet sich durch ihre kompakte Bauweise und die bevorzugte Installation an der Wand aus. Als Kombinationsgeräte vereinen sie die Warmwasserbereitung und das Erzeugen der Heizwärme durch die effiziente Nutzung von Erd- oder Flüssiggas. Die mit Brennwerttechnik ausgestatteten Kombithermen der neuesten Generation zu arbeiten dabei besonders effizient und wirtschaftlich. 

Der Aufbau einer Kombitherme

Aufgrund ihrer Kompaktheit und Doppelfunktion muss eine Kombitherme auf engstem Raum die entscheidenen Bauteile enthalten. Wie der Aufbau aussieht und welche Komponenten wichtig sind, entnehmen Sie der folgenden Aufzählung: 

  • Brenner zur Befeuerung des Wärmeübertragers (Wärmetauschers)
  • Wärmeübertrager zur Wassererwärmung für den Heizkreislauf
  • Plattenwärmetauscher zur Erwärmung des Trinkwassers
  • In die Kombitherme integrierte Heizungspumpe

Wichtig beim Aufbau ist, das der Heizkreislauf und die Warmwasserzubereitung in der Kombitherme voneinander baulich getrennt sind. Dabei erfolgt die Warmwasserzubereitung nach dem Prinzip eines Durchlauferhitzers, wo also je nach Bedarf warmes Wasser an der jeweiligen Entnahmestelle (Wasserhähne, Dusche etc.) zur verfügung steht.

Steuerung der Kombitherme

Doch neben den Komponenten im Innern bedarf es noch anderer Bauteile. Außerhalb der Kombitherme angebrachte Thermostate regeln die Erwärmung des Heizungswassers. Dafür sollte das Raumthermostat an einen Ort angebracht werden, der keiner direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist, um die Werte nicht zu verfälschen. Darüber können Besitzer einer Kombitherme die gewünschte Raumtemperatur einstellen sowie Heizzeiten festlegen ebenso wie Absenkzeiten, in denen nicht so viel Wärme oder Warmwasser benötigt wird. Als Ergänzung kann ein Außenthermostat dienen. 

Gasflammen in einer Kombitherme
© WoGi / Fotolia

Kann Wärme bei einer Kombitherme gespeichert werden?

Manche Geräte sind mit integrierten oder angeschlossenen Heißwasserspeichern ausgestattet, die vor allem für Haushalte mit hohem Warmwasserverbrauch sinnvoll sind. Denn eine Erwärmung des Brauchwassers kann einen Augenblick länger dauern, wenn ein derartiger Speicher nicht vorhanden ist. 

Die Kombitherme und ihre Vorteile

Ein wichtiger Vorteil von Kombithermen ist der geringe Platzbedarf aufgrund ihrer kompakten Bauweise. Dies ermöglicht oftmals die Installation in unmittelbarer Nähe der Warmwasser-Entnahmestelle. Denn je näher die Therme an der Zapfstelle installiert ist, umso geringer ist der Wärmeverlust durch zu lange Zuleitungen. Erwähnenswert ist der geringere Gas- und Wasserverbrauch im Vergleich zum Durchlauferhitzer. Dieser ergibt sich aus dem kombinierten Betrieb und dem Einsatz modernster Brennwerttechnik mit einem Wirkungsgrad von bis zu 100 Prozent. Ein Energieeinsparpotenzial bis zu 30 Prozent ist bei modernen Kombithermen realistisch.

Ein zusätzliches Argument, das für eine Kombitherme für Gas spricht, ist die Reduzierung der Installations- und Gerätekosten. Da eine Kombitherme gleichzeitig die Aufgabe eines Heizkessels und eines Durchlauferhitzers übernimmt, ist nur ein Gerät nötig, um ein Objekt mit Wärme und Warmwasser zu versorgen.

Stark bei niedrigem Wasserverbrauch

Da die Wasserversorgung durch eine Kombitherme nach dem Prinzip eines Durchlauferhitzers erfolgt, entfällt der Pufferspeicher für Warmwasser. Erst dieser Verzicht ermöglicht die bereits erwähnte kompakte Bauweise der Kombitherme. Doch vor allem bei einem hohen Bedarf an Warmwasser stoßen die Thermen nicht selten an ihre Grenzen: Ab einer gewissen Menge reicht die durch die kompakte Bauform begrenzte Leistungsfähigkeit nämlich nicht mehr aus, um die angeforderte Menge an Warmwasser bereitzustellen. Vor allem in Haushalten mit vielen Personen oder bei einem überdurchschnittlich hohen Warmwasserverbrauch aus anderen Gründen ist eine Kombitherme mit integriertem oder angeschlossenem Pufferspeicher dann eher eine Alternative.

Da sich diese Kombithermen in ihrer Bauform oder Größe deutlich von den herkömmlichen Thermen abheben, ist der Übergang zwischen einer herkömmlich an der Wand montierten Kombitherme für Gas und einem auf dem Boden stehenden Gasbrennwertkessel fließend. Durch die Größe dieser speziellen Kombithermen ist die Installation in der Nähe der Entnahmestelle nicht immer möglich. Dadurch reduziert sich der Wirkungsgrad der Kombitherme für Gas. Trotzdem kann eine Kombitherme die günstigere Alternative zu anderen Systemen darstellen.

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Kombithermen sind durch die innovative Brennwerttechnik leistungsfähige Geräte für Warmwasser und Heizung mit einem Wirkungsgrad von bis zu 100 Prozent. Durch den geringen Platzbedarf sind sie bis zu einer gewissen Wohnraum- und Haushaltsgröße eine hervorragende Alternative zu anderen Heizungssystemen. Nur bei hohem Warmwasserverbrauch bietet sich die Installation von Geräten mit integriertem Warmwasserspeicher an.

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