Die Kombitherme für Heizung und Warmwasser

Eine Kombitherme zeichnet sich durch ihre kompakte Bauform und die bevorzugte Installation an der Wand aus. Als Kombinationsgeräte vereinen diese Geräte die Warmwasserbereitung und die Raumheizung durch die effiziente Nutzung von Erd- oder Flüssiggas. Dies trifft vor allem auf die mit Brennwerttechnik ausgestatteten Kombithermen der neuesten Generation zu.

Der Aufbau einer Kombitherme

Der Aufbau einer Kombitherme Gas sieht folgendermaßen aus:

  • Brenner zur Befeuerung des Wärmeüberträgers (Wärmetauschers)
  • Wärmeüberträger zur Wassererwärmung
  • Plattenwärmetauscher zur Erwärmung des Trinkwassers
  • In die Kombitherme integrierte Heizungspumpe

Der Heizkreislauf und die Warmwasserzubereitung in der Kombitherme sind voneinander baulich getrennt, wobei die Warmwasserzubereitung nach dem Prinzip eines Durchlauferhitzers erfolgt. Außerhalb der Kombitherme angebrachte Thermostate regeln die Erwärmung des Heizungswassers. Alternativ zu Raumthermostaten stehen spezielle Außenthermostate zur Temperaturregelung zur Auswahl. Manche Geräte sind mit integrierten oder angeschlossenen Heißwasserspeichern ausgestattet, die vor allem für Haushalte mit hohem Warmwasserverbrauch sinnvoll sind.

Gasflammen in einer Kombitherme

Die Kombitherme und ihre Vorteile

Ein wichtiger Vorteil von Kombithermen ist der geringe Platzbedarf aufgrund ihrer kompakten Bauweise. Dies ermöglicht oftmals die Installation in unmittelbarer Nähe der Warmwasser-Entnahmestelle. Denn je näher die Therme an der Zapfstelle installiert ist, umso geringer ist der Wärmeverlust durch zu lange Zuleitungen. Erwähnenswert ist der geringere Gas- und Wasserverbrauch im Vergleich zum Durchlauferhitzer. Dieser ergibt sich aus dem kombinierten Betrieb und dem Einsatz modernster Brennwerttechnik mit einem Wirkungsgrad von bis zu 100 Prozent. Ein Energieeinsparpotenzial bis zu 30 Prozent ist bei modernen Kombithermen realistisch.

Ein zusätzliches Argument, das für eine Kombitherme für Gas spricht, ist die Reduzierung der Installations- und Gerätekosten. Da eine Kombitherme gleichzeitig die Aufgabe eines Heizkessels und eines Durchlauferhitzers übernimmt, ist nur ein Gerät nötig, um ein Objekt mit Wärme und Warmwasser zu versorgen.

Stark bei niedrigem Wasserverbrauch

Da die Wasserversorgung durch eine Kombitherme nach dem Prinzip eines Durchlauferhitzers erfolgt, entfällt der Pufferspeicher für Warmwasser. Erst dieser Verzicht ermöglicht die bereits erwähnte kompakte Bauweise dieser Geräte. Doch vor allem bei einem hohen Bedarf an Warmwasser stoßen diese Thermen ihre Grenzen: Ab einer gewissen Menge reicht die durch die kompakte Bauform begrenzte Leistungsfähigkeit nicht mehr aus, um die angeforderte Menge an Warmwasser bereitzustellen. Vor allem in Haushalten mit vielen Personen oder bei einem überdurchschnittlich hohen Warmwasser-Verbrauch aus anderen Gründen ist eine Kombitherme mit integriertem oder angeschlossenem Pufferspeicher eine Alternative.

Da sich diese Kombithermen in ihrer Bauform oder Größe deutlich von den herkömmlichen Thermen abheben, ist der Übergang zwischen einer herkömmlich an der Wand montierten Kombitherme für Gas und einem auf dem Boden stehenden Gasbrennwertkessel fließend. Durch die Größe dieser speziellen Kombithermen ist die Installation in der Nähe der Entnahmestelle nicht immer möglich. Dadurch reduziert sich der Wirkungsgrad der Kombitherme für Gas. Trotzdem kann eine Kombitherme die günstigere Alternative zu anderen Systemen darstellen.

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Kombithermen sind durch die innovative Brennwerttechnik leistungsfähige Geräte für Warmwasser und Heizung mit einem Wirkungsgrad von bis zu 100 Prozent. Durch den geringen Platzbedarf sind sie bis zu einer gewissen Wohnraum- und Haushaltsgröße eine hervorragende Alternative zu anderen Heizungssystemen. Nur bei hohem Warmwasserverbrauch bietet sich die Installation von Geräten mit integriertem Warmwasserspeicher an.

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