Die Gasbrennwerttherme: Effizient und platzsparend

Die Gasbrennwerttherme ist ein kompaktes Heizgerät, das fast in jedem Haus installiert werden kann. Im Vergleich zu anderen Systemen ist die Brennwerttherme aber nicht nur günstig, sondern auch effizient. So kann sie nahezu die ganze, im Brennstoff gespeicherte Energie für Heizung und Warmwasserbereitung nutzen. Was eine Gasbrennwerttherme ausmacht, welche Vorteile sie bietet und was sie kostet, erklären wir in den folgenden Abschnitten.

Was ist eine Gasbrennwerttherme?

Eine Brennwerttherme ist ein Gerät, das Wärme für Heizung und Warmwasserbereitung aus der Verbrennung von Gas gewinnt. Im Gegensatz zu einem Kessel ist der Wasserinhalt einer Therme geringer. Sie kann daher sehr schnell auf geänderte Anforderungen reagieren, taktet in der Regel häufiger und ist vor allem auch platzsparender, wodurch sie als wandhängende Heizung fast in jedem Haus einen Platz findet.

Ist das Heizgerät sparsam?

Gasbrennwertthermen nutzen den sogenannten Brennwerteffekt. Dabei kühlen sie die bei der Verbrennung entstehenden Abgase, bis das darin befindliche Wasser kondensiert. Auf diese Weise kann fast die gesamte, im Gas gespeicherte Energie für die Heizung nutzbar gemacht werden. Im Vergleich zu alten Standard- oder Niedertemperaturkesseln ist das besonders effizient. Denn durch die Brennwert-Nutzung sinken neben dem Energieverbrauch auch die Heizkosten.

Umweltfreundlichkeit der Gasbrennwerttherme

Durch die Nutzung des Brennwert-Effekts verbrauchen die effizienten Gasheizungen weniger als ältere Modelle. Auch wenn dadurch die Vorkommen der meist fossilen Rohstoffe geschont und die CO2-Emissionen reduziert werden, ist nicht jede Gasbrennwerttherme umweltfreundlich.

Denn das wird sie nur dann, wenn sie zum Beispiel mit einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung kombiniert oder mit regenerativem Biogas betrieben wird.

Nahaufnahme einer wandhängenden Gasbrennwerttherme
© Maksym Yemelyanov | Fotolia

Vorteile einer Gasbrennwerttherme

Brennwertthermen können fast in jedem Haus eingesetzt werden und sind im Vergleich zu anderen Technologien relativ günstig. Werden sie mit regenerativem Biogas betrieben oder zum Beispiel mit einer Solarthermie-Anlage kombiniert, sind sie umweltfreundlicher als reine Gasheizungen. Sie nutzen außerdem den Brennwert-Effekt, wodurch fast die gesamte im Brennstoff gespeicherte Energie für Heizung oder Warmwasser nutzbar gemacht werden kann.

Zusammengefasst hat die Technik folgende Vorteile:

  • die günstigen Anschaffungskosten
  • die kompakte Bauform
  • der hohe Wirkungsgrad durch den Brennwerteffekt
  • der umweltfreundliche Betrieb mit regenerativ hergestelltem Gas
  • die Möglichkeit der Kombination mit erneuerbaren Energien

Kosten einer Gasbrennwerttherme

Die Kosten einer Gasbrennwerttherme setzen sich aus verschiedenen Teilen zusammen. So muss neben der Technik selbst zum Beispiel ein Gasanschluss oder eine Flüssiggas-Anlage vorhanden sein. Darüber hinaus sollte bei einem Heizungsvergleich nicht nur auf die Anschaffungskosten, sondern auch auf die Ausgaben im Betrieb geachtet werden.

Ist noch kein Gasanschluss vorhanden, entstehen durch die Erschließung des Grundstücks Kosten von 2.000 bis 3.000 Euro. Diese setzen sich aus dem Preis für die Hausanschlussleitung und die Gas-Verteilung im Haus zusammen. Soll die Gasbrennwerttherme hingegen mit Flüssiggas betrieben werden, ist die dafür notwendige Tankanlage mit Kosten von rund 3.000 Euro verbunden. Die Ausgaben für das Heizgerät selbst hängen stark von dessen Leistung ab. Für die Installation in einem Einfamilienhaus kann man jedoch mit Kosten von 4.000 bis 6.000 Euro rechnen. Soll auch eine Solarthermieanlage zur Warmwasserbereitung installiert werden, steigt der Preis noch einmal um 4.000 bis 6.000 Euro.

Geht es um die monatlichen Ausgaben im Betrieb der Heizung, ist eine pauschale Aussage nicht möglich. Denn diese können abhängig von der Größe des Gebäudes, des energetischen Zustands und der Gewohnheiten der Nutzer sehr stark schwanken. Sie sollten daher zum Beispiel von einem Installateur einzeln ermittelt werden. Mehr zum Thema Investition liefert auch unsere Checkliste Gasheizung kaufen

Fördermittel für eine Gasbrennwerttherme

Da eine moderne Gasbrennwerttherme nicht nur Heizkosten spart, sondern auch das Klima entlastet, werden die Kosten für den Austausch einer alten Heizung über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (kurz KfW) gefördert. Möglich ist dabei zum Beispiel ein zinsgünstiger Kredit oder ein einmaliger Zuschuss in Höhe von 10 Prozent der förderfähigen Kosten. Wie die Mittel zu beantragen sind, erklären wir im Beitrag Heizungsförderung. Wichtig zu wissen ist jedoch, dass der Antrag zur Förderung einer neuen Gasbrennwerttherme noch vor dem Heizungstausch an die KfW gestellt werden muss.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Im Vergleich zu anderen Heizsystemen ist eine Gasbrennwerttherme günstig und platzsparend. Darüber hinaus erreicht sie durch die Nutzung des Brennwerteffekts eine hohe Effizienz. Betrieben mit Bio-Gas und Solarthermie, wird sie sogar zu einer umweltfreundlichen Alternative alter Heizungen.

Beratung durch Ihren Heizungsinstallateur vor Ort

Sie benötigen eine individuelle Beratung oder ein Angebot für Ihre neue Heizung?

news-icon

Neueste Artikel

Vom 26. April 2018

Gaszähler messen das Gasvolumen, das in einer bestimmten Zeit durch sie hindurchströmt. Neben den bekannten Balgengaszählern gibt es dabei weitere Arten. Wir erklären, was diese auszeichnet. weiterlesen

Vom 19. April 2018

Der Gasofen kommt als Ergänzung in einzelnen Räumen oder als mobiles Gerät im Außenbereich zum Einsatz. Was es laut BImSchV zu berücksichtigen gibt und welche Vor- und Nachteile Gasöfen haben, lesen Sie hier. weiterlesen

Vom 07. April 2018

Die Trockenfermentation ist ein Verfahren zur Herstellung von Biogas. Das Besondere daran: Als Gärsubstrat eignen sich auch verunreinigte Stoffe wie Biomüll. Wir erklären, wie das funktioniert. weiterlesen

Vom 02. April 2018

Durch die Biogasaufbereitung erreicht das biologische Gas eine so hohe Qualität, dass es sich in das öffentliche Versorgungsnetz einspeisen lässt. Wir erklären, wie die Aufbereitung funktioniert.  weiterlesen

News article img

Artikelbewertung