Der Gasheizkessel als Herzstück der Gasheizung

Der Gasheizkessel ist eines der wichtigsten Bestandteile einer Gasheizung. Denn ohne diesen kann sie weder den Rohstoff verbrennen noch überhaupt funktionieren. Die Heizkessel der Gasheizung müssen aufgrund des unausweichlichen Verschleißes ungefähr alle 15 bis 20 Jahre erneuert werden. Wird ein veraltetes Modell durch eine moderne Alternative ersetzt, kann das auch zu einem effizienteren Betrieb führen.

Arten der Gasheizkessel, aus denen Sie wählen können

Die Gasheizkessel sind das Bauteil der Gasheizung, welches in den letzten Jahren kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Das Ergebnis ist eine höhere Effizienz, welche wiederum bei gleichbleibender Wärme in reduzierten Kosten resultiert. Gasheizkessel sind insgesamt nach drei Typen zu unterscheiden: dem Konstanttemperaturkessel, einem Niedertemperaturkessel für Gas und einem modernen Brennwertkessel. Sie unterscheiden sich maßgeblich in ihrer Funktionalität, auch wenn die Konstruktion selber lediglich geringfügig voneinander abweicht.

Konstanttemperaturkessel gelten mittlerweile als veraltet

Der Konstanttemperaturkessel der Gasheizung gilt als das sogenannte Standard-Modell. Standard deshalb, weil dieser Heizkessel noch immer sehr häufig in Wohnhäusern oder Ein- und Zweifamilienhäusern verbaut ist. Dieser Gasheizkessel arbeitet mit einer konstant hohen Temperatur, in der Regel von mehr als 70 Grad Celsius. Das ist nötig, damit der entstandene Wasserdampf in den Abgasen nicht kondensiert. Würde das geschehen, könnte das Schäden zur Folge haben. Mittlerweile gilt der Konstanttemperaturkessel aber als veraltet, da die kontinuierlich hohe Temperatur zu Lasten der Effizienz und Ihrer Geldbörse geht.

Gasheizkessel in einem Keller
© caifas | Fotolia

Niedertemperatur-Gasheizkessel mit flexibler Leistung

Der Niedertemperaturkessel für Gas ist eine weiterentwickelte Form, die nicht mehr mit den hohen Temperaturen arbeiten muss. Stattdessen erreicht sie eine Eintrittstemperatur von rund 35 bis 40 Grad Celsius und erst später, bei Bedarf, rund 70 Grad Celsius. Dadurch, dass sich dieser Gasheizkessel an die aktuellen Bedürfnisse anpassen kann und dafür auch die Außentemperatur heranzieht, arbeitet er wesentlich effizienter. Diese Form vom Gasheizkessel ist ein guter Kompromiss, vor allem im Hinblick auf die laufenden Betriebs- und die erstmaligen Anschaffungskosten.

Die Brennwerttechnik ist stets das Mittel der Wahl

Die modernste Lösung für die Gasheizung ist der sogenannte Gasbrennwertkessel. Er muss die Kondensation vom Wasserdampf nicht verhindern.  Ganz im Gegenteil: Denn er nutzt diese gezielt, um mehr Energie zu gewinnen. Daher arbeitet der Gasheizkessel mit Brennwerttechnik wesentlich effizienter als die beiden anderen Lösungen. Suchen Sie eine besonders effiziente Lösung für den Gasheizkessel und scheuen auch die etwas höheren Investitionskosten nicht, ist die Brennwerttechnik stets das Mittel der Wahl. Das gilt im Übrigen nicht nur beim Erdgas, sondern auch dann, wenn Sie eine Ölheizung nutzen.

Austauschpflicht für 30 Jahre alte Gasheizkessel

Um den Energieverbrauch deutscher Wohnhäuser zu senken, fordert der Gesetzgeber Hausbesitzer zum Kesseltausch auf. Konkrete Anforderungen dazu regelt die Energieeinsparverordnung. So heißt es, dass Gas- oder Ölheizkessel nach 30 Betriebsjahren zu tauschen sind. Die Nachrüstpflicht betrifft vor allem Konstanttemperaturkessel. Niedertemperatur- oder Brennwertthermen sind hingegen ausgenommen. 

Eine Ausnahme gibt es auch für Verbraucher, die ein Ein- oder Zweifamilienhaus bereits seit Februar 2002 als Eigentümer selbst bewohnen. In solch einem Fall geht die Austauschpflicht bei Verkauf, Erbe oder Schenkung auf die neuen Eigentümer über. Diese haben dann zwei Jahre Zeit, eine neue Heizung zu installieren.

Das Gute daran: Wer alte Gaskessel durch neue Brennwertheizungen ersetzt, bekommt eine staatliche Förderung für die neue Heizung.

Unterschiede beim Gasheizkessel nach Art der Aufhängung

Weiterhin unterscheiden Experten, wie der Heizkessel mit Gas schließlich im Haus integriert wird. Die herkömmliche Lösung sind sogenannte bodenstehende Heizkessel, die getreu ihres Namens einfach am Boden stehen und dort ihre Arbeit verrichten. Sie haben einen hohen Wasserinhalt, speichern einen Teil der Heizwärme direkt im Gerät und reagieren etwas langsamer auf geänderte Anforderungen im Haus. 

Eine Alternative sind sogenannte "Thermen". Diese haben einen sehr geringen Wasserinhalt. Die Geräte sind dadurch kompakt und wiegen oft nicht mehr als 25 bis 50 Kilogramm. Eine Voraussetzung dafür, dass Monteure die Gasthermen platzsparend an der Wand montieren können. Als sogenannten Kombi-Therme können die Heizgeräte nicht nur Heizungswasser, sondern auch Trinkwasser bedarfsgerecht im Durchflussprinzip erwärmen. Sie eignen sich für nahezu jedes Haus und kommen selbst im Wohnbereich zum Einsatz. 

Heizung.de Autor Philipp Hermann
Fazit von Philipp Hermann
Der Gasheizkessel und seine Bauform sind maßgeblich für die Effizienz der gesamten Anlage verantwortlich. Konstanttemperaturkessel gelten dabei als so veraltet, dass diese heutzutage nicht mehr verbaut werden. Im Idealfall entscheiden Sie sich direkt für die Brennwerttechnik, welche die teuren fossilen Brennstoffe zu aktuell bestmöglicher Effizienz nutzt. 
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