Der Gastank als Notwendigkeit für Flüssiggas

Brennstoffe für das eigene Heizsystem werden wahlweise direkt über einen Anschluss oder über eine Lagerstätte bezogen. Ein Anschluss wäre beispielsweise bei der klassischen Gasheizung oder bei einer elektrisch betriebenen Heizung vorhanden. Eine Lagerstätte wird hingegen bei Pellets, Holzscheiten oder eben bei Flüssiggas notwendig. Letzteres wird dann in einem speziell dafür konstruierten Gastank gelagert. Folglich benötigt eine mit Flüssiggas betriebene Heizung auch immer mehr Platz. Denn ein solcher Tank nimmt natürlich mehr Fläche ein, als ein einfacher Anschluss, der direkt in der Wand verbaut wird.

Warum Flüssiggas für das Gasheizsystem nutzen?

Wird eine Gasheizung betrieben, so geschieht das in den meisten Fällen mit dem klassischen Gas aus der Leitung. Flüssiggas hat hier keine wirtschaftlichen Vorteile, auch die Effizienz spielt eine untergeordnete Rolle. Meist fällt die Entscheidung für das Flüssiggas deshalb auch nur dann, wenn kein Anschluss an das öffentliche Netz vorhanden ist. In städtischen Regionen ist das ausgesprochen selten.

Ein Gastank steht vor einem bewohnten Haus.

Normalerweise stellt ein Anschluss des eigenen Hauses hier kein Hindernis dar. In ländlichen Regionen oder beispielsweise für Wochenend- und Ferienhäuser ist die Situation etwas anders. Nicht immer ist das Gasversorgungsnetz da entsprechend ausgebaut, damit der Gasanschluss tatsächlich eine wirtschaftliche Alternative darstellen würde. Bei Ferienhäusern ist Flüssiggas wegen des sporadischen Einsatzes teilweise eine gute Alternative.

Die richtige Tankgröße finden

Ein Gastank ist beim kontinuierlichen und selbst beim sporadischen Heizen zwingend notwendig. Gasflaschen reichen bestenfalls für ein Wochenende auf dem Campingplatz, nicht aber um ein Haus damit im Herbst oder Winter zu beheizen. Die Gastanks selber lassen sich entweder über der Erde aufstellen, beispielsweise im Garten, oder aber unter der Erde „einpflanzen“. Das ist natürlich wesentlich teurer, da dann erst ein entsprechendes Loch geschaufelt werden muss. Dafür ist diese Variante etwas ästhetischer, vor allem in Gärten mit kleinerer Fläche. Wie schon beim Heizöl spielt die Größe vom Gastank eine entscheidende Rolle und sollte deshalb vor dem Kauf berücksichtigt werden.

Installation und Wartung nur durch ein Fachbetrieb

Gastanks werden in den gängigen Größen zwischen 900 und rund 6.500 Litern angeboten. Um abzuschätzen, welcher Gastank sich für die eigenen Bedürfnisse eignet, sollte man idealerweise einen Blick auf den Verbrauch der letzten Jahre werfen. Als Faustregel können diese Werte genommen werden. Zwei Bewohner und maximal 100 m² Wohnfläche sollten über einen 2.700 Liter Tank abgedeckt werden. Vier Bewohner und maximal 200 m² Wohnfläche benötigen in etwa einen 4.850 Liter Gastank. Selbstverständlich können sich diese Werte je nach Verbrauch stark unterscheiden. Ein Installateur muss die Installation und die Wartung vornehmen. Denn nur damit wird sichergestellt, dass einerseits alles funktioniert und andererseits alles sicher an das Heizsystem angeschlossen wird.

Kosten für einen Gastank

Die Kosten richten sich in erster Linie nach der Größe des Tanks. Kleinere Größen beginnen bei rund 1.500 Euro. Ein größerer Gastank kann durchaus aber auch rund 3.000 Euro kosten. Dazu gesellen sich noch die Kosten für die Umsetzung (unter oder oberhalb der Erde) sowie die regional variierenden Kosten für den Dienstleister. Alternativ lässt sich ein Gastank auch mieten, was häufig von Privatpersonen genutzt wird. Das hat den Vorteil, dass sich der Vermieter des Tanks auch um die Wartung und Installation kümmert. Gekauft werden Gastanks meistens nur von Großkunden oder Vertretern aus dem Gewerbe beziehungsweise der Industrie.

Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Ein Gastank ist dann unabdingbar, wenn kein Gasanschluss vorhanden ist und eine Gasheizung benutzt werden soll. Vor allem für Ferienhäuser stellt Flüssiggas, das in Gastanks gelagert wird, eine gute Lösung dar.

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