Der Gasbrenner: unverzichtbar für die Gasheizung

Der Gasbrenner ist als eines der primären Bestandteile einer Gasheizung für diese absolut unverzichtbar, denn er verbrennt den Rohstoff, also beispielsweise das Erdgas. Und dies idealerweise in möglichst schadstoffarmer Art und Weise. Mittlerweile existieren am Markt verschiedene Gasbrenner und Gasbrennkessel, weshalb eine Modernisierung bei einem älteren Modell durchaus empfehlenswert ist.

Kriterien zur Klassifizierung des Gasbrenners

Die Gasbrenner für den Gasbrennkessel unterliegen einer mehrstufigen Klassifizierung, die sich anhand verschiedener Faktoren unterscheidet.

Verwendeter Brennstoff und Betriebsweise

Unter anderem ist entscheidend, welche Art von Rohstoff verwendet wird. Das könnte zum Beispiel Erdgas sein, aber auch Flüssiggas. Der Gasbrenner muss daraufhin abgestimmt werden. Weitere Kriterien sind die Betriebsweise und der existente Gasdruck. Die Betriebsweise kann wahlweise vollautomatisiert, teilautomatisiert oder manuell erfolgen. Bei einem halbautomatisierten Gasbrenner existiert eine kontinuierlich brennende Zündflamme. Daraus resultiert ein so hoher Gasverbrauch, dass diese mittlerweile als veraltet gelten und nicht mehr genutzt werden. Ein solcher Gasbrennkessel für die Gasheizung sollte möglichst frühzeitig ersetzt werden.

Gemischaufbereitung

Die zwei weiteren Faktoren gliedern sich wie folgt. Die Gemischaufbereitung spielt eine entscheidende Rolle. Sie gibt an, wann die notwendige Aufbereitung erfolgt. Das kann entweder vor der Flamme sein, dann spricht man von einem Vormischbrenner. Erfolgt diese Aufbereitung nur teilweise vor der entzündeten Flamme oder wird direkt in die Flamme gemischt, dann spricht man im Fachjargon von einem Diffusionsbrenner. Die letzte Alternative ist ein katalytischer Gaskesselbrenner. Als letztes Kriterium tritt die Luftaufbereitung in Erscheinung, um die Gaskessel klassifizieren zu können. Entweder handelt es sich um einen Gasgebläsebrenner, einen mit Gebläse unterstützten Gasbrenner oder einen atmosphärischen Brenner.

Arten von Gasbrennern

Gasgebläsebrenner und atmosphärische Gasbrenner sind sehr weit verbreitet. Der atmosphärische Brenner zieht zum Verbrennen die unmittelbar verfügbare Umgebungsluft heran. Diese ist in der Regel zwar immer vorhanden, weshalb diese Funktionsweise sparsam ist. Nachteile ergeben sich jedoch dadurch, dass die Umgebungsluft eben nicht in stetig konstanter Menge existiert. Daraus resultiert eine verminderte Effizienz, vor allem im Vergleich zum Gasbrenner mit Gebläse. Hier wird die notwendige Luft aktiv über das Gebläse zugeführt, wodurch sich die Menge stets dem Bedarf nach regeln lässt. Wiederum daraus resultiert, dass die Verbrennung möglichst effizient erfolgt, da immer genügend Sauerstoff vorhanden ist. Die modulierenden Gasbrenner sind unter anderem ein Ergebnis der Regulierung über das Gebläse.

Blaue Flammen in einem Gasbrenner

Modular aufgebaute Gasgebläsebrenner sind die Zukunft

Modular konstruierte Gasbrennkessel unterscheiden sich von herkömmlichen, veralteten Modellen durch ihre mehrstufige Konstruktion. Ältere Gasbrenner besitzen lediglich eine Leistungsstufe, wodurch sie entweder an- oder ausgeschaltet sind. Dadurch können sich diese Gasbrennkessel nicht an den benötigten Bedarf anpassen und lassen sich schwieriger regulieren. Dies führt dazu, dass mitunter mehr des teuren Rohstoffes verbrannt wird, als eigentlich notwendig ist. Einige ältere Modelle besitzen zwei Stufen, wodurch sie sich zumindest teilweise regulieren lassen. Die Heizlast wird dadurch vor allem in der Übergangszeit erheblich reduziert. Das spart nicht nur bares Geld, sondern mindert zusätzlich den Verschleiß im Gasbrennkessel.

Die aktuellen modernen Variante sind weder ein- noch zweistufig, sondern modular aufgebaut. Dadurch erfolgt keine steife Einteilung in einzelne Stufen mehr, sondern stattdessen eine gleitende Anpassung der Leistung, die sich an der Notwendigkeit orientiert. Deshalb wird die Brenner-Leistung immer als Spektrum angegeben, beispielsweise von 2,7 bis zu 15 Kilowatt. Die Nummern spiegeln jeweils die Minimal- und die Maximalleistung des Gerätes wider. Er kann aber nicht nur zwischen diesen zwei Einstellungen variieren, sondern bewegt sich stattdessen kontinuierlich in dem angegeben Spektrum. Die Minimal- und Maximalwerte sind dennoch wichtig. Vor allem die Maximalleistung gibt vor, welche Spitzenwerte der Gasbrennkessel in der besonders kalten Jahreszeit abrufen kann, um Haus und Wohnung auch zuverlässig warm zu halten. Die Minimalwerte hingegen sind weniger wichtig, geben aber einen Ausblick darüber, wie das Gerät mit einem möglichst geringen Verbrauch für Wärme sorgt.

Weitere Bestandteile der Gasheizung

Gasbrennkessel sind nun natürlich nicht das einzige Bauteil einer Gasheizung. Die Leistung von einem Brenner und die einzelnen Vorgänge im Kessel werden folglich stets durch weitere Bauteile beeinflusst, beispielsweise den Pufferspeicher der Gasheizung, welcher erzeugte Energie temporär „lagern“ kann. Oder die Brennwerttechnik, welche die Nutzung des teuren Rohstoffes noch einmal zusätzlich optimiert, indem die Abgase ebenfalls zur Verbrennung hinzugezogen werden. Bei diesen individuellen Faktoren ist es wichtig zu verstehen, dass der Rat vom Fachmann zur wichtigen Entscheidungshilfe wird. Beispielsweise könnten durch den Pufferspeicher Wärmeverluste entstehen, weil der Effizienzgewinn durch das neue Gerät die unumgänglichen Verluste nicht übersteigt.

Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Moderne Brenner arbeiten stets mit einer höheren Effizienz. Gas ist als fossiler Brennstoff immer starken Preisschwankungen ausgesetzt. Umso wichtiger deshalb, dass der Gasbrenner tatsächlich mit einer möglichst hohen Effizienz arbeitet. Neue Geräte sind aufgrund des modularen Aufbaus wesentlich effizienter, alte Geräte sollten möglichst schnell modernisiert oder komplett ersetzt werden. Die Kosten dafür rentieren sich durch den reduzierten Verbrauch oftmals schon innerhalb von zwei bis vier Jahren, je nach Heizleistung und aktuellen Rohstoffpreisen.

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