Der Gasanschluss ist für die Gasheizung unverzichtbar

Heizsysteme können entweder direkt oder auf Vorrat mit dem jeweiligen Rohstoff versorgt werden. Bei einer Pellet- oder Ölheizung werden deshalb entsprechende Lager und Silos notwendig. In denen wird der Brennstoff aufbewahrt und dann bei Bedarf der Heizung zugeführt. Bei einer Gasheizung ist solch eine Lagerstätte hingegen nicht notwendig. Stattdessen wird hier ein Gasanschluss gelegt und in der Wohnung geöffnet, mit dem das Gas dann bei Bedarf das Heizsystem erreichen kann.

Zuständigkeit für den Gasanschluss

In Städten befindet sich die Gasleitung im Regelfall nicht weit von der eigenen Wohnung oder dem eigenen Haus entfernt. Automatisch vorhanden ist der Anschluss für die Gasversorgung deshalb aber nicht. Denn dieser muss erst individuell beim zuständigen regionalen Versorger beantragt werden. Im Zuge dessen gilt es deshalb sicherzustellen, dass eine Gasversorgung im jeweiligen Einzugsgebiet überhaupt möglich ist. Informationsstellen hierfür sind neben dem lokalen Versorger auch das örtliche Bauamt. Mieter könnten zudem ihren Vermieter kontaktieren. In der Regel gibt dieser bereits bei einer Mietwohnung vor, auf welche Art und Weise geheizt wird, da diese Entscheidung für das gesamte Objekt getroffen wird.

Der Gasanschluss ist für die Gasheizung unverzichtbar
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Manchmal existieren keine Gasleitungen in der Nähe des eigenen Hauses

Nun könnte es nach der Anfrage nach dem Gasanschluss zu drei möglichen Ergebnissen kommen. Entweder ist die Gasleitung noch auf derselben Straße oder nur eine kurze Distanz entfernt, dann müsste eine Leitung samt Anschluss zum Haus gelegt werden. In Großstädten beziehungsweise Neubaugebieten ist es auch möglich, dass die Gasleitungen bereits den jeweiligen Grundstücken zugeteilt sind. Dann müsste für die jeweilige Wohneinheit oder das Objekt nur noch der Anschluss selber verbaut und freigeschaltet werden. Im schlechtesten Fall existieren gar keine Gasleitungen in der Nähe des eigenen Hauses. Diese müssten dann erst speziell verlegt werden. Das ist im Regelfall so teuer, dass sich die Anschaffung einer Gasheizung dann nicht länger rentiert. Gegebenenfalls kann auch mit Flüssiggas geheizt werden. Hierfür wird aber ein spezieller Tank benötigt.

Die anfallenden Kosten für den Gasanschluss

Wer mit Gas heizen möchte, benötigt nicht nur das entsprechende Heizsystem, sondern eben auch den Anschluss. Die Kosten für einen Gasanschluss können erheblich variieren, je nachdem, welches der oben genannten Szenarien nun tatsächlich für Sie in der Praxis zutrifft. Unter anderem spielt die Distanz von den Leitungen zum Objekt selber eine Rolle. Aber auch welche Aufriss- und Erdarbeiten vor Ort vollzogen werden müssen, sind entscheidend. Weiterhin existieren zuletzt natürlich auf einem freien Markt auch noch Preisdifferenzen zwischen den einzelnen regionalen Versorgern. Diese machen aber oft einen verhältnismäßig geringen Unterschied aus.

Kosten mittels Rechner ermitteln

Insgesamt sollte für einen Gasanschluss mit Kosten in Höhe von etwa 1.500 bis 2.500 Euro gerechnet werden. Der obere Wert wird meist bei einer größeren Distanz erreicht, der geringere Wert bei einer kurzen Distanz. Teilweise bieten die regionalen Grundversorger auf ihren Websites auch Rechner an. Mit denen können Sie individuell für Ihre Adresse überprüfen, in welcher Höhe sich die Kosten für den Gasanschluss in etwa belaufen werden.

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Soll es eine Gasheizung werden, müssen Sie auch die Kosten für den Gasanschluss mit einplanen. In vielen Gebieten, vor allem den Groß- und Mittelstädten, stellt der Anschluss keine Hürde dar. In einigen Regionen existieren jedoch auch keine Gasleitungen, dann rechnet sich die Investition in eine Gasheizung nicht länger. Empfehlenswert ist dann, die möglichen Alternativen in Betracht zu ziehen. Das könnten unter anderem eine umweltschonende und moderne Pelletheizung oder eine Ölheizung mit Brennwerttechnik sein.

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