Der Flüssiggaspreis und seine Entwicklung

Der Flüssiggaspreis ist oft ein Kriterium dafür, ob sich Hausbesitzer für das gut lagerbare Gas oder einen anderen Brennstoff entscheiden. Wie bei vielen Rohstoffen unterliegt aber auch dieser regelmäßigen Schwankungen. In diesem Beitrag erklären wir, wie sich der Flüssiggaspreis zusammensetzt, wie er sich in der Vergangenheit entwickelt hat und wo er vermutlich in Zukunft stehen wird.

Zusammensetzung des Flüssiggaspreis

Würden Hausbesitzer den Flüssiggaspreis ohne Lieferanten und Steuern zahlen – er wäre um einiges günstiger. So durchläuft der Rohstoff eine Kette von Verarbeitungsschritten, in der an jedem Punkt neue Kosten entstehen.

Beispiele dafür sind die Bezugskosten des natürlichen Rohstoffs einschließlich den Kosten für den Transport. Darüber hinaus erhält das Förderunternehmen eine Gewinnmarge. Auch die Kosten zur Aufbereitung des Rohstoffs einschließlich der Gewinn-Marge des dafür zuständigen Unternehmens fließen in den Flüssiggaspreis ein. Zuletzt fallen Kosten für die Lagerung und den Transport des Flüssiggases sowie die Gewinnmarge des Rohstoffhändlers an. Neben diesen Punkten belegt der Staat den Flüssiggaspreis außerdem mit einer sogenannten Energiesteuer und den dabei entstehenden Betrag noch einmal mit der Mehrwertsteuer.

Flüssiggaspreis einer Gasflasche in Nahaufnahme
© animaflora / Fotolia

Entwicklung des Flüssiggaspreis in der Vergangenheit

Betrachtet man den Flüssiggaspreis im Vergleich zu den Kosten für Erdgas, Öl oder Pellets, lag er im Verlauf der letzten Jahre meist darüber. Die Schwankungen, die zum Beispiel die Kosten für Öl- und Gas durchliefen, fielen bei Flüssiggas in der Regel deutlich extremer aus. Und das sowohl nach oben, als auch nach unten. Der Trend der letzten Jahre zeigt wie bei allen fossilen Rohstoffen nach oben.

Heute kostet ein Liter Flüssiggas im Durchschnitt 38,4 Cent (Stand: Dez. 2016), was einem Flüssiggaspreis von etwa sechs Cent je Kilowattstunde entspricht. Bei einem Energieverbrauch von 20.000 Kilowattstunden im Jahr kostet ein Jahresvorrat des Brennstoffs rund 1.200 Euro. Das liegt in etwa auf einer Höhe mit den Kosten für Gas.

Wann ist der Flüssiggaspreis besonders niedrig?

Der Flüssiggaspreis schwankt nicht nur im Verlaufe mehrerer Jahre. Auch innerhalb eines Jahres können sich die Kosten häufig unterscheiden. Da die Nachfrage nach dem Brennstoff in der Heizperiode meist steigt, sind die Preise von September bis April in der Regel am höchsten. Günstiger ist der Brennstoff dagegen im Frühjahr.

Wollen Hausbesitzer möglichst wenig Geld für den gut lagerbaren Brennstoff ausgeben, lohnt es sich im Verbund einzukaufen. Denn je größer die Liefermenge, umso niedriger auch der Preis. Mit diesem Ziel haben sich in den vergangenen Jahren deutschlandweit viele Verbraucherinitiativen gegründet.

Ausblick: Der Flüssiggaspreis und seine zukünftige Entwicklung

Während Experten in der nahen Zukunft zwar einen leichten Anstieg erwarten, soll der Preis für Flüssiggas mittelfristig auf dem heutigen Niveau bleiben. Blickt man etwas weiter in die Zukunft, werden sich die begrenzten Vorkommen des fossilen Rohstoffs spürbar auswirken. Auch wenn sich die Experten in Sachen Reichweite uneinig sind, ist eines klar: Bleibt die Nachfrage konstant, während das Angebot sinkt, werden die Preise steigen. Und das schon viele Jahre bevor das letzte Erdgas ausgeliefert wird.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Auch wenn der Flüssiggaspreis heute auf einer Ebene mit denen für Gas oder Öl ist, geht es dennoch um einen fossilen Brennstoff. Mit der Verknappung seiner Vorkommen werden die Kosten dabei über kurz oder lang steigen.

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