Brennwertkessel für Gas mit einem Warmwasserspeicher

Gas ist die Nummer Eins in Deutschland, wenn es darum geht, Wärme zu erzeugen. Egal ob schon in die Jahre gekommene Heizkessel oder moderne Brennwerttechnik, dieser Energieträger dominiert den Markt. Erfahren Sie an dieser Stelle, worin die Vorteile bei einem Brennwertkessel für Gas mit einem Warmwasserspeicher bestehen.

Was zeichnet den Brennwertkessel für Gas aus?

Erdgas ist als fossiler Brennstoff über Jahrmillionen entstanden. Ausgangspunkt waren abgestorbene Kleinstlebewesen. Sauerstoffabschluss, hoher Druck sowie hohe Temperaturen haben ihr Übriges getan. Seit 200 Jahren wird es bereits genutzt und ist neben dem Erdöl Triebkraft der industriellen Revolution. Seitdem konnte Gas im Zuge von technischen Entwicklungen immer besser für die Wärmeerzeugung genutzt werden. Modernste Variante ist aktuell der Brennwertkessel für Gas.

Brennwerttechnik für Gaskessel nutzen

Entscheidend bei einem Brennwertkessel für Gas ist, dass die Abgaswärme zusätzlich nutzbar gemacht wird. Dadurch erhöht sich der Wirkungsgrad im Vergleich zu den Standard– sowie Niedrigtemperaturkesseln und liegt unter besonders günstigen Umständen bei über 95 Prozent. Das bedeutet, die zugeführte Energie wird nahezu vollständig in nutzbare Energie umgewandelt. In allen Heizkesselarten finden sich Brenner, Wärmetauscher und Umwälzpumpe. Daneben ist die Regeltechnik von zentraler Bedeutung. Sie sorgt für einen reibungslosen Betrieb. Zudem lässt sich der Verbrauch der Wärme darüber optimal und auf die Bedürfnisse angepasst einstellen. Nachdem die Wärme über die Wärmetauscher an das Heizsystem abgegeben wurde, bleibt ein Rest in den Abgasen. Die Brennwerttechnik macht sich diese zunutze, indem die Abgase und der darin enthaltene Wasserdampf heruntergekühlt werden. Es kommt zur Kondensation. Dabei wird wiederum Wärme freigesetzt, die zum Heizen genutzt werden kann.

Brennwertkessel für Gas: Heizen und Warmwasseraufbereitung

Mit einer Gas-Kombitherme kann sowohl Heizwärme als auch Warmwasser erzeugt werden. Der Vorteil für eine solche Anlage liegt auf der Hand: Sie ist platzsparend und wird in den meisten Fällen entweder in der Küche oder im Bad an der Wand montiert. Charakteristisch ist dabei, dass das Warmwasser bedarfsgerecht bereitgestellt wird. Es kommt weder zu Speicherverlusten noch zu stehendem Wasser. Dieses kann unter Umständen eine erhöhte Keim- oder Legionellenbildung begünstigen. Dies ist jedoch nur der Fall, wenn der Brennwertkessel für Gas nicht mit einem Warmwasserspeicher ausgestattet ist.

Wenn der Brennwertkessel für Gas mit einem Warmwasserspeicher betrieben wird

Zwar nimmt eine Gas-Kombitherme wenig Platz ein, hat aber den Nachteil, dass die Zapfleistung eher gering ist. Sie ist demnach besonders stark, wenn die Leitungswege kurz sind, mit dem Warmwasser vergleichsweise sparsam umgegangen wird und wenige Zapfstellen vorliegen. Möchten demnach zu viele Personen gleichzeitig Warmwasser benutzen, können Versorgungsengpässe auftreten. Entweder gibt es kaum warmes Wasser oder generell zu wenig. Alternativ sind dann Brennwertkessel für Gas mit integriertem Warmwasserspeicher. Diese Kleinstspeicher überbrücken die Brennstartprozedur und sorgen für mehr Komfort.

Brennwertkessel für Gas mit externem Warmwasserspeicher

Reicht die Leistung mit einem internen Kleinstspeicher dennoch nicht aus, kann ein Brennwertkessel für mit einem externen Warmwasserspeicher ausgestattet werden. Vor allem die räumlichen Voraussetzungen sind dabei entscheidend. Manchmal ist schlichtweg einfach kein Platz für einen Speicher. Inwieweit dieser überhaupt benötigt wird, hängt von vielerlei Faktoren ab. Dabei spielen nicht nur die Personenzahl, sondern unter anderem auch die Anzahl der Zapfstellen eine Rolle. Alles dabei zu überblicken, ist nicht immer ganz einfach. Deshalb empfiehlt es sich bei der Anschaffung oder dem Nachrüsten, einen Installateur zu kontaktieren.

Zusätzlicher Wärmespeicher bei Hybridlösungen

Neben dem Wunsch nach einer höheren Leistung gibt es auch andere Gründe, einen Brennwertkessel für Gas mit einem Warmwasserspeicher aufzustellen. Insbesondere bei einer Kombination von Gasheizung und Solarthermieanlage oder Wärmepumpe ist dies ratsam. Oft ist im Warmwasserspeicher nämlich kein Wärmetauscher mehr frei. Zudem erzeugt eine Solarthermie insbesondere im Sommer sehr viel Wärme, die in ausreichender Menge abgenommen werden muss. Ein zusätzlicher Speicher ist dann unerlässlich, damit die gewonnene Energie nicht verloren geht.

heizung.de Redakteurin Jeannette Kunde

Fazit von Jeannette Kunde

Brennwertkessel für Gas mit einem Warmwasserspeicher ermöglichen eine höhere Zapfleistung. Das heißt, drehen Sie den Wasserhahn auf, steht Ihnen schneller warmes Wasser zur Verfügung. Zudem kann warmes Wasser an mehreren Stellen gleichzeitig entnommen werden – ohne Leistungseinbußen. Bei Kombinationen mit Solarthermie oder Wärmepumpe ist ein externer Warmwasserspeicher ebenso von Vorteil.

Beratung durch Ihren Heizungsinstallateur vor Ort

Sie benötigen eine individuelle Beratung oder ein Angebot für Ihre neue Heizung?

news-icon

Neueste Artikel

Vom 19. April 2018

Der Gasofen kommt als Ergänzung in einzelnen Räumen oder als mobiles Gerät im Außenbereich zum Einsatz. Was es laut BImSchV zu berücksichtigen gibt und welche Vor- und Nachteile Gasöfen haben, lesen Sie hier. weiterlesen

Vom 07. April 2018

Die Trockenfermentation ist ein Verfahren zur Herstellung von Biogas. Das Besondere daran: Als Gärsubstrat eignen sich auch verunreinigte Stoffe wie Biomüll. Wir erklären, wie das funktioniert. weiterlesen

Vom 02. April 2018

Durch die Biogasaufbereitung erreicht das biologische Gas eine so hohe Qualität, dass es sich in das öffentliche Versorgungsnetz einspeisen lässt. Wir erklären, wie die Aufbereitung funktioniert.  weiterlesen

Vom 11. März 2018

Wozu braucht eine Gasheizung Wartung? In welchem Intervall sollte diese Arbeit wiederholt werden? Mit welchen Kosten sind zu rechnen? Lesen Sie die Antworten darauf in diesem Beitrag. weiterlesen

News article img

Artikelbewertung