Förderung der Gasheizung - alle Zuschüsse auf einen Blick

Die Förderung der Gasheizung durch Programme von Bund, Ländern, Kommunen und einzelnen Instituten erleichtert Anlagenbesitzer die Anschaffung einer neuen Gasheizung. Voraussetzung dafür ist, dass diese eine tatsächliche Verbesserung darstellt, durch Umweltfreundlichkeit überzeugt und die notwendigen Auflagen erfüllt. Was es bei der Antragstellung und im Vorfeld zu beachten gilt, finden Sie in den folgenden Abschnitten.

Förderung für die Gasheizung im Überblick

  • Gas-Hybridheizungen: 30 Prozent BAFA-Förderung
  • "Renewable Ready"-Gasheizungen: 20 Prozent BAFA-Förderung
  • Austausch der alten Ölheizung gegen eine Gasheizung: zusätzlich zehn Prozent BAFA-Förderung
  • Gas-Brennwertheizungen kombiniert mit Wärmeerzeugern auf Basis erneuerbarer Energien: KfW-Programm 167 Ergänzungskredit

Zuschuss zur Gasheizung

Eine moderne Gasheizung hat im direkten Vergleich zu älteren Modellen deutlich die Nase vorn - sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht. Auf bundesweiter Ebene haben Sie für die Förderung der Gasheizung zwei primäre Anlaufstellen zur Auswahl. Da diese deutschlandweit agieren, empfehlen sie sich als unkomplizierter und oftmals auch optimaler Lösungsweg. Alternativen werden durch die einzelnen Länder und den Kommunen geboten. Hier ist es empfehlenswert, sich bei der jeweiligen Kommune oder dem Bundesland über (noch) aktive Programme zu informieren.

BAFA und KfW als Förderinstitutionen

In jedem Falle gilt:

  • die KfW-Bankengruppe (Kreditanstalt für Wiederaufbau) und 
  • das BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle)

sind die ersten deutschlandweit agierenden Anlaufstellen für eine Förderung der Gasheizung. Bei beiden Institutionen ist wichtig, dass der Antrag im Vorfeld der Maßnahmendurchführung und direkt bei den Stellen gestellt wird. Wie der Ablauf dabei genau aussieht, erklärt unser nachstehendes Video zur Heizungsförderung. 

Förderung der Gasheizung vom BAFA

Über das BAFA lässt sich grundlegend nur eine Gasheizung mit Brennwerttechnik fördern. Dabei muss diese zusätzlich mit mindestens einem Wärmeerzeuger auf Basis erneuerbarer Energien kombiniert werden. Das können neben Wärmepumpen auch Biomasse- oder Solarthermie-Anlagen sein. Das BAFA kategoriesiert in Gas-Hybridheizungen und "Renewable ready" Gas-Brennwertheizungen.

BAFA-Förderung für Gas-Hybridheizungen

Das BAFA übernimmt 30 Prozent der förderfähigen Kosten für eine neue Gas-Hybridheizung, wenn folgende Punkte erfüllt werden:

  • jahreszeitbedingte Raumheizungseffizienz beträgt mindestens 92 Prozent
  • Ausstattung mit einer hybridfähigen Steuer- und Regelungstechnik
  • thermische Leistung des regenerativen Wärmeerzeugers liegt bei mindestens 25 Prozent der Heizlast
  • abschließende Durchführung eines hydraulischen Abgleichs

Hervorzuheben ist, dass diese Förderung nur für Heizsysteme in bestehenden Gebäuden vorgesehen ist. Für eine Gas-Hybridheizung im Neubau bekommen Sie von der BAFA keine Förderung. 

Was versteht das BAFA unter "Renewable Ready" Gasheizungen?

Hinter dem Begriff "Renewable Ready" steckt, dass Sie nur eine Förderung bekommen, wenn die verbaute Gas-Brennwertheizung zukünftig als Hybridheizung genutzt werden kann. Für die entsprechende Inbetriebnahme gibt das BAFA Ihnen einen Zeitraum von maximal zwei Jahren. Achten Sie jedoch darauf, dass die Gas-Brennwertheizung gleich mit einer hybridfähigen Steuer- und Regelungstechnik ausgestattet ist. Darüber hinaus sollte den Maßnahmen ein entsprechendes Konzept zugrunde liegen. Weitere technische Voraussetzung ist, dass ein Speicher für die zukünftige Einbindung des zusätzlichen Wärmeerzeugers installiert wird. 

Genauso wie für die Gas-Hybridheizung gilt auch hier, dass der neue Wärmeerzeuger nur für bestehende Gebäude gefördert wird. Der große Unterschied liegt hier in der Förderhöhe, denn für "Renewable Ready" Gasheizungen bekommen Sie lediglich einen Anteil von 20 Prozent der förderfähigen Kosten.

Alte Ölheizung raus und neue Gas-Hybridheizung rein - Zusätzliche Förderung

Tauschen Sie eine alte Ölheizung, die nicht von der Austauschpflicht nach Paragraph 10 der Energieeinspar-Verordnung betroffen ist, gegen eine förderfähige Gasheizung, erhöht sich der jeweilige Fördersatz um zehn Prozent. Dies gilt nicht bei der "Renewable Ready"-Variante.

Förderantrag beim BAFA stellen

Eine Förderung ist beim BAFA vor Durchführung der Maßnahmen zu stellen. Dies muss auf dem elektronischen Wege passieren. Die neuen Förderkonditionen gelten seit dem 01.01.2020. Sollten Sie demnach einen Antrag vor diesem Datum gestellt haben oder wurde ein Antrag bereits bestätigt, gelten die Förderrichtlinien vom 11.03.2015.

Förderung der Gasheizung von der KfW

Die KfW stellt Förderungen in Form von Krediten und Zuschüssen zur Verfügung. Dafür gibt es jeweils unterschiedliche Programme. Ersetzen Sie eine Heizung durch eine neue Gas-Hybridheizung oder Renewable Ready Gasheizung, kommt in erster Linie das KfW-Programm 167 für Sie infrage. Dies ist ein Ergänzungskredit zum BAFA-Zuschuss "Heizen mit Erneuerbaren Energien". Auf diese Weise können Sie die förderfähigen Kosten zusätzlich mit einem Kredit finanzieren. 

Voraussetzungen - KfW-Ergänzungskredit für eine Gasheizung

Grundsätzlich ist es wichtig, dass eine Gasheizung, die Sie auf diese Art und Weise fördern lassen möchten, die Bedingungen des BAFA erfüllt. Das heißt, förderfähig sind alle Gasheizungen, die mit Brennwerttechnik arbeiten und in einem hybriden System verbaut werden. Hybrid bedeutet, dass die Gasheizung mit einem oder mehreren Technologiekomponenten ergänzt wird. Dabei sollte ein Wärmeerzeuger auf Basis der erneuerbaren Energien den Brennwertkessel ergänzen und einen Anteil von mindestens 25 Prozent der Heizlast abdecken können. Darüber hinaus muss die alte Heizung, die ersetzt werden soll, mindestens zwei Jahre alt sein. 

Wichtig: Die Summe aus dem KfW-Kredit und dem BAFA-Zuschuss für die Gasheizung darf die förderfähigen Kosten von 50.000 Euro nicht übersteigen. 

Was zählt zu den förderfähigen Investitionskosten?

Zum einen fördert das Programm 167 die fachgerechte Durchführung der energetischen Sanierung und damit alle unmittelbar bedingten Kosten. Das schließt auch Beratungs- und Planungsdienstleistungen mit ein. Ebenso zählen Baubegleitungsmaßnahmen dazu. Zum anderen gehören zu den förderfähigen Kosten alle notwendigen Nebenarbeiten. Dazu gehören Maßnahmen zur Heizungsoptimierung ebenso wie die Durchführung des hydraulischen Abgleichs. 

Was sollten Sie beim KfW-Förderantrag beachten?

Prinzipiell ist ein Förderantrag für eine Gasheizung bei der KfW vor Durchführung der Maßnahme zu stellen. Anlaufstelle ist hier ein Finanzierungsinstitut Ihrer Wahl. Wird ein Antrag gestellt, achten Sie darauf, dass Sie die Programmnummer 167 angeben. Vor Beginn der Sanierungen empfiehlt die Kreditanstalt eine Energieberatung. 

heizung.de Redakteurin Jeannette Kunde
Fazit von Jeannette Kunde
Wenn Sie eine Förderung der Gasheizung nutzen möchten, ist es unabdingbar, sich umfassend zu informieren. Regional bestehen häufig zahlreiche Optionen durch Kommunen, Länder oder andere Institutionen, die beim Kauf und der beauftragten Installation Fördermittel gewähren. 
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