Strompreis der Heizung: Höhe und Spartipps

Wer sich für ein elektrisches Heizsystem entscheidet, sollte vor der Anschaffung unbedingt den Strompreis der Heizung berücksichtigen. Denn dieser kann unter Umständen so hoch sein, dass sich die Technik trotz niedriger Anschaffungskosten nicht lohnt. Wir zeigen, wie viel das Heizen mit Strom kosten kann und informieren über aktuelle Strompreise. Lesen Sie außerdem, mit welchen Tipps Sie die Heizkosten für Strom einfach senken können.

Heizkosten für Strom hängen von der Anlage ab

Neben dem klassischen Haushaltsstrom bieten viele Energieversorger auch sogenannte Heizstrom-Tarife an. Die elektrische Energie ist um einiges günstiger – lässt sich aber nur unter bestimmten Bedingungen beziehen. So ist es wichtig, den Verbrauch gesondert zu messen. Das funktioniert zum Beispiel mit getrennten Zähleinrichtungen oder sogenannten Zweitarifzählern. Im ersten Fall befindet sich die Elektroheizung an einem eigenen Stromkreis. Der Strompreis der Heizung lässt sich dabei über einen separaten Zähler ableiten – ganz gleich, wann Sie Strom verbrauchen. Gemeinsam genutzte Zweitarifzähler stellen hingegen fest, wann Sie elektrische Energie verbrauchen. Der Strompreis für die Heizung ist dann in den Nachtstunden günstiger als am Tage.

Weitere Voraussetzungen für günstige Heizstrom-Tarife 

Neben der separaten Messung der Heizkosten für Strom, gibt es weitere Voraussetzungen für den Bezug von Heizstrom. So dürfen Sie die elektrische Energie nur zum Heizen verwenden. Die Heizungsanlage muss fest installiert und von außen unterbrechbar (Versorger können die Heizung für kurze Zeit abschalten) sein. Letzteres ist wichtig, um die schwankenden Lasten im Netz ausgleichen zu können. Das ist übrigens einer der Hauptgründe, aus denen der Strompreis für die Heizung niedriger ist als für sonstige Verbraucher in Ihrem Haushalt.

Strompreis der Heizung ist Tarifabhängig
© Yevhen Prozhyrko / Shutterstock.com

Wer bekommt den günstigen Strompreis für die Heizung

Möchten Sie beim Heizen mit Strom Kosten sparen? Dann sollten Sie Ihren Energieversorger direkt auf das Thema Heizstrom ansprechen. Für Wärmepumpen, elektrische Speicher- und Direktheizungen bekommen Sie die günstigeren Tarife in aller Regel.

Installieren Sie Elektroheizkörper oder Infrarotheizungen, die Strom aus der Steckdose beziehen? Dann bekommen Sie nur den Haushaltsstromtarif und müssen mit höheren Heizkosten für Strom rechnen.

Der aktuelle Strompreis der Heizung

Wie hoch der Strompreis für Ihre Heizung ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. So kalkulieren Energieversorger ihre Angebote abhängig vom geschätzten Verbrauch. Wer mehr Strom benötigt, bekommt dabei in der Regel bessere Konditionen. Der Strompreis für die Heizung kann darüber hinaus auch von Versorger zu Versorger unterschiedlich ausfallen. Aktuell können Sie überschlägig mit 18,5 Cent pro Kilowattstunde rechnen. Hinzu kommt eine monatliche Grundgebühr, deren Höhe in der Regel bei fünf bis 20 Euro liegt.

Zum Vergleich: Mit Haushaltsstrom sind sie Stromkosten der Elektroheizung um einiges höher. Denn für diesen zahlen Sie aktuell etwa 30,04 Cent pro Kilowattstunde. (Stand: 07/2020)

Elektroheizung: Stromkosten einfach senken 

Sie heizen mit Strom und möchten Kosten sparen? Oft ist das schon mit einfachen Maßnahmen möglich. So können Sie jährlich Strompreise vergleichen und immer zum günstigsten Anbieter wechseln. Zusammen mit den Wechselboni sparen Sie auf diese Weise oft mehr als 100 Euro im Jahr.

Ermitteln Versorger den Strompreis der Heizung über den Haushaltsstromzähler, lohnen sich oft auch Umrüstarbeiten. Lassen Sie einen neuen Stromzähler installieren und die elektrischen Heizflächen an eigene Stromkreise anbinden. Auf diese Weise senken Sie Ihre Heizkosten für Strom um über 30 Prozent – allein dadurch, dass Sie einen günstigeren Tarif bekommen.

Sie haben eine Elektroheizung und die Stromkosten sind zu hoch? Dann können Sie auch eigenen Strom zum Heizen verwenden. Möglich ist das mit Photovoltaik auf dem Dach. Ist diese mit einem Stromspeicher ausgestattet, nutzen Sie über 60 Prozent des selbst geernteten Solarstroms zum Heizen und die Heizkosten für Strom sinken spürbar.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz
Fazit von Alexander Rosenkranz
Der Strompreis einer Heizung hängt von der Anlage ab. So gibt es günstige Heizstromtarife, wenn die Wärmeerzeuger fest installiert und von außen abschaltbar sind. Wer lediglich einzelne Infrarotheizplatten an der Steckdose anschließt, bekommt hingegen nur Haushaltsstrom. Und dieser ist um einiges teurer.
Beratung durch Ihren Heizungsinstallateur vor Ort

Sie benötigen eine individuelle Beratung oder ein Angebot für Ihre neue Heizung?

news-icon
Neueste Artikel
Artikelbewertung