Spiegelheizung für das Bad - Kosten, Vor- und Nachteile

Mit einer Spiegelheizung lassen sich gleich zwei Aufgaben erledigen: Heizen und Wiedergeben eines Bildes. Wie eine Spiegelheizung funktioniert, welche Kosten sie verursacht und was für bzw. gegen ihren Einsatz spricht, lesen Sie in den folgenden Abschnitten. 

Wie eine Spiegelheizung funktioniert

Spiegelheizungen gehören zu der Familie der Infrarotheizung. Im Vergleich zu herkömmlichen Heizkörpern erwärmen sie nicht die Luft (Konvektionswärme), sondern Gegenstände und Personen in der Umgebung mit ihrer Strahlungswärme. Diese ist den Sonnenstrahlen ähnlich und wird oft als angenehmer als die Konvektionswärme empfunden. Betrieben werden sie in der Regel mit Strom - meist direkt aus der Steckdose. Die Steuerung erfolgt über ein eingebautes Heizungsthermostat, das entweder per Funk oder manuell bedienbar ist. Der Betrieb mit Strom bringt zwar einen gesteigerten Bedienungskomfort mit sich. Aufgrund des hohen Strompreises kann er auf Dauer aber teuer werden. 

Unterschiedliche Designs und Leistungsstufen

Spiegelheizungen gibt es in unterschiedlichen Größen, Designs und Leistungsstufen. Neben ihrer primären Heizfunktion können sie einen Raum auch optisch aufwerten. Denn häufig sind sie mit einem hölzernen oder metallenen Rahmen versehen, welcher der Spiegelheizung das Aussehen eines Gemäldes verleiht. Sie haben auch häufig gängige Spiegelmaße und erreichen Leistungen von 200 bis 1.500 Watt. Da sie relativ dünn sind und ein geringes Gewicht ausweisen, lassen sie sich mithilfe vorgebauter Wandhalterungen in der Regel leicht und schnell anbringen. Eine Deckenaufhängung ist je nach Modell ebenfalls möglich. Wie herkömmliche Heizkörper lassen sich Spiegelheizungen auch per Thermostat bedienen. In der Praxis haben sich die Steckdosen- und die Funkthermostate durchgesetzt, wobei Letztere einen höheren Bedienkomfort bieten. 

Zwei Bad-Spiegel stehen symbolisch für eine Spiegelheizung  
© mariesacha | Fotolia

Die Kosten einer Spiegelheizung

Eine Spiegelheizung ist in ihrer Bauart eine Elektroheizung mit ihren gängigen Vor- und Nachteilen. Als eher vorteilhaft bezeichnen Experten die niedrigen Anschaffungskosten, die einfache, schnelle Inbetriebnahme sowie die hohe Einsatzflexibilität. Zu den Nachteilen gehören eindeutig die hohen Betriebskosten, basierend auf dem Strompreis. 

Kosten für die Anschaffung 

Eine Spiegelheizung mit einer Heizleistung von mehr als 200 Watt gibt es ab 200 Euro zu kaufen. Die Maße betragen hierbei 40 x 60 Zentimeter. Die Kosten für größere Spiegelheizungen (circa 140 x 60 Zentimeter) fangen aktuell bei circa 600 Euro an und können bei über 1.500 Euro enden (Stand: Februar 2018). Am günstigsten sind Heizfolien, die man selbst aufbringen kann. Die Qualität und die Optik lassen aber hier oft zu wünschen übrig.   

Laufende Kosten für eine Spiegelheizung

Wie bereits erwähnt, arbeitet eine Spiegelheizung mit Strom. Weil Strom nicht zu den primären Energieträgern gehört und erst erzeugt werden muss, ist der Preis pro Kilowattstunde verhältnismäßig hoch. Aktuell zahlen Verbraucher um die 29 Cent pro kWh. Besitzer einer Gasheizung zahlen hingegen 5,8 Cent pro kWh (Stand: Februar 2018). In der Praxis bedeutet es: Eine Spiegelheizung mit 500 Watt benötigt umgerechnet 0,5 kWh Heizleistung. Beim aktuellen Strompreis von 29 Cent ergeben sich 14,5 Cent pro Kilowattstunde (0,5 kWh x 29 Cent = 14,5 Cent).  

 Eine Spiegelheizung sinnvoll einsetzen

Die Kosten für eine Spiegelheizung sind auch ausschlaggebend für ihren Einsatz. Demnach ist ein dauerhafter Betrieb mit einer Elektroheizung im Allgemeinen und mit einer Spiegelheizung im Besonderen nur in wenigen Fällen sinnvoll. Nur wer Strom günstig beziehen kann oder ihn selbst erzeugt, für den lohnt sich eine solche Heizung als primärer Wärmeerzeuger. In den meisten Fällen überzeugt sie nur als Zusatzheizung. Das bedeutet, dass die Beheizung aller Räume ein anderes Heizsysteme übernimmt.  

Besser mehr als zu wenig Heizleistung

In der Praxis kommen Spiegelheizungen im Bad zum Einsatz. Hier sorgen sie auch nach dem Duschen für einen klaren Blick und wohlige Wärme. Da die meisten Bäder teils großflächig gefliest werden, ist es ratsam, beim Kauf einer Spiegelheizung auf eine etwas höhere Heizleistung zu achten. Denn die Fliesen brauchen länger, um die Infrarotwärme aufzunehmen und sie an den Raum abzustrahlen. Bei einer verminderten Heizleistung braucht die Spiegelheizung unnötig lang, um das Bad auf die gewünschte Temperatur aufzuwärmen. Das wiederum führt zu einem Komfortverlust.

Bild unseres Autoren Minh Duc Nguyen

Fazit von Minh Duc Nguyen

Mit einer Spiegelheizung lässt sich ein Raum nicht nur erwärmen. Je nach Design wertet eine solche Heizung ihn auch optisch auf. In der Regel kommen Spiegelheizungen im Bad zum Einsatz und sorgen auch nach dem Duschen für einen klaren Blick. Damit die Heizkosten nicht übermäßig hoch ausfallen, ist es sinnvoll, sie nur temporär zu nutzen.  

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