Parkett für Fußbodenheizung – Was es zu beachten gilt

Ein Parkettboden sorgt für eine angenehme Wohnatmosphäre. Wenn aber Parkett für Fußbodenheizung verlegt werden soll, müssen einige Dinge beachtet werden. Denn nur so ist garantiert, dass die Heizung unter dem Parkettboden effizient arbeitet. Der Wahl der richtigen Materialien kommt eine besondere Bedeutung zu.

Das richtige Holz ist entscheidend

Holz ist ein natürliches und somit lebendiges Baumaterial. Es dehnt sich aus oder zieht sich zusammen – je nach vorhandener Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit. Ein Parkettboden ist folglich permanent in Bewegung. Als Parkett für Fußbodenheizung haben sich sowohl einheimische als auch exotische Hölzer bewährt. Zu den einheimischen Holzarten, die für die Verlegung auf einer Fußbodenheizung infrage kommen, zählen beispielsweise die Kirsche, die Eiche oder der Nussbaum. Die Doussie, der Bambus oder das Olivenholz gehören zu den exotischen Hölzern, die auf einer Fußbodenheizung problemlos bestehen können. Von Holzarten wie Ahorn oder Buche ist hingegen abzuraten. Diese Hölzer neigen nämlich zur Bildung von Fugen und sollten deshalb nicht für einen Parkettboden über einer Fußbodenheizung verwendet werden.

Was „gutes“ Holz auszeichnet

Holz, das als Parkett für Fußbodenheizung zum Einsatz kommt, sollte einen nicht zu hohen Feuchtigkeitsgehalt besitzen. Sonst können nämlich nach dem Verlegen schnell größere Fugen entstehen. Auch von der Verwendung von Schiffsböden oder großen Einzelelementen ist abzuraten. Denn je kleiner die einzelnen Elemente des Parkettbodens sind, desto geringer neigt der Boden zur Fugenbildung. Massivparkettböden und 2-Schicht -Einzelstabparkett gelten für den Einsatz über einer Fußbodenheizung als ideal.

Das Parkett für Fußbodenheizung muss bestimmte Eigenschaften besitzen.

Das Holz sollte über eine gute Wärmeleitfähigkeit verfügen

Alternativ kann auch ein Stabparkett mit einer Stärke von bis zu 19 Millimetern oder ein Mosaikparkett mit einer Stärke bis hin zu acht Millimetern gewählt werden. Des Weiteren sollte das Holz über eine gute Wärmeleitfähigkeit verfügen. Allgemein gilt die Regel, dass der Wärmedurchlasswiderstand nicht über 0,18 m2 K/W liegen sollte. Sonst sinkt nämlich die Effizienz der Leistung. Generell gilt, dass Harthölzer Wärme besser weiterleiten können als Weichholzarten.

Die richtige Verklebung und Oberflächenveredelung

Damit eine optimale Wärmeübertragung erreicht wird, sollte das Parkett für Fußbodenheizung mit dem Untergrund vollflächig verklebt werden. So werden Hohlräume zwischen Parkettboden und Untergrund verhindert. Durch solche Hohlräume können nämlich viel Energie und Wärme verloren gehen. Und auch die Oberflächenveredelung ist für die Effizienz einer Fußbodenheizung von Bedeutung. Von der Verwendung eines Lackes ist generell abzuraten. Ein Lack verschließt nämlich die Poren des Holzes und wirkt so in einem negativen Sinne isolierend. Öle sind für die Veredelung von Parkett für Fußbodenheizung besser geeignet. Derart behandelt, behält das Holz seine offenporige Oberfläche und kann Feuchtigkeit besonders gut aufnehmen und abgeben.

Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Wer Parkett aus Holzarten wie Doussie, Bambus, Kirsche oder Nussbaum wählt, liegt immer auf der sicheren Seite. Generell sollte das Holz, das für den Parkettboden verwendet wird, eine hohe Wärmeleitfähigkeit und einen geringen Feuchtigkeitsgehalt besitzen. Auch hinsichtlich der Parkettart hat man die Wahl, denn für ein Parkett für Fußbodenheizung eignen sich Massivparkette ebenso wie Mosaik- und zweischichtige Einzelstabparkette. Auch das vollständige Verkleben des Parkettbodens ist zu empfehlen. Als Finish sollte ein Holzöl zum Einsatz kommen.

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