Mini-Heizung: Eigenschaften und Vorteile 

Die Mini-Heizung ist eine kleine Elektroheizung, die aufgrund ihrer Größe sehr flexibel einsetzbar ist und vor allem dort für Wärme sorgt, wo ein Anschluss an eine bestehende Zentralheizung nicht möglich oder sinnvoll ist. Eine Mini-Heizung kann auch dort für Abhilfe sorgen, wo sich kein Ofen aufstellen lässt. Lesen Sie im folgenden Beitrag, was eine solche Mini-Ausführung einer Heizung auszeichnet und wo sie sich aufgrund ihrer Eigenschaften besonders lohnt.

Wodurch zeichnet sich ein Mini-Heizlüfter aus?

Eine Mini-Heizung spielt vor allem dort ihre Vorteile aus, wo kaum Platz ist. Denn, wie der Name bereits verrät, ist sie klein. Im Vergleich zu großen Heizstrahlern oder Heizlüftern punktet die Mini-Heizung ganz simpel mit ihrer Größe. Das bedeutet jedoch auch, dass sie nicht großflächig für Wärme sorgen kann. Die kleinsten Modelle sind wahrhaftig nur ein punktueller Wärmelieferant.

Zudem kann sie sehr flexibel eingesetzt werden. Das heißt, sie kann auch dort zum Einsatz kommen, wo ein Anschluss an eine vorhandene Heizungsanlage nicht sinnvoll oder nicht möglich ist. Das ist darin begründet, dass es sich hierbei um eine Elektroheizung handelt, die mittels Elektrizität für Wärme sorgt. Das ermöglicht wiederum eine sehr einfache Handhabung. Denn lediglich der Zugang zu einer Steckdose muss hier gegeben sein. Ein Brennstoff wie bei einem Gasofen, der auch sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eingesetzt werden kann, ist in diesem Falle nicht notwendig. Das bedeutet ebenso, dass auch kein Energieträger gelagert werden muss.  

Das Bild zeigt eine Variante der Mini-Heizung, aber es gibt noch weitaus kleinere Mini-Elektroheizungen. 
© fotogal | Fotolia

Leistung einer Mini-Heizung

Das Heizen geht immer auch mit den Aspekten Leistung und Verbrauch einher. Effizienz spielt seit einigen Jahren eine immer wichtigere Rolle in diesem Zusammenhang. Wie bereits angesprochen kann die Mini-Heizung in der Regel keinen gesamten Raum mit Wärme versorgen. Sie dient deshalb lediglich als Zusatzheizung. Gerade deshalb muss die Leistung stimmen. Am besten ist es dann natürlich, wenn es schnell warm wird. Darüber hinaus darf der Verbrauch nicht zu hoch sein, weil es sich hierbei um eine zusätzliche Wärmequelle handelt.

Die meisten Mini-Heizlüfter arbeiten mit 500 Watt, einige Modelle gar mit 250 Watt. Damit sind sie bei Weitem nicht die leistungsstärksten Elektroheizungen. Doch das heißt auch, dass sie energieeffizient laufen und der Verbrauch damit vergleichsweise gering ist. Die Stromrechnung wird also nicht explodieren, wenn Sie die Mini-Heizung ein paar Mal im Jahr einsetzen. Bedenken Sie jedoch, dass es bei einigen Modellen etwas dauern kann, bis die Wärme spürbar wird. 

Einsatzgebiete für die Mini-Heizung

Die Einsatzgebiete sind vielfältig und je nach Modell unterschiedlich. So gibt es passende Ausführungen für den Außenbereich oder einfach als Ergänzung für bestimmte Räume. Darüber hinaus kann sie eine Absicherung sein, wenn es einmal zu einem Heizungsausfall kommen sollte.

Folgende Einsatzorte sind denkbar:

  • Werkstatt
  • Keller
  • Hobbyraum
  • Garage
  • Kinderzimmer
  • Küche
  • Bad
  • Gäste-WC
  • Gartenlaube
  • Wohnwagen
  • Wintergarten
  • Büro

Wie funktioniert eine Mini-Heizung?

Als Elektroheizung wandelt die Mini-Heizung Strom in thermische Energie um. Dabei ist Kernstück des Prozesses ein Leiter, durch welchen die elektrische Energie fließt. Dies erzeugt wiederum einen hohen Widerstand. Damit erwärmt sich der Leiter und setzt diese frei. Sie wird entweder direkt an die Umgebung abgegeben oder wesentlich langsamer mittels eines speicherfähigen Materials wie Keramik, Schamotte oder Naturstein.

Dabei ist der Widerstandswert von folgenden Faktoren abhängig:

  • Werkstoff des Leiters
  • Durchmesser des elektrischen Leiters
  • Länge des Heizleiters

Neben dem Widerstand ist bei einer Mini-Heizung auch der Stromdurchfluss entscheidend. Dieser richtet sich nach der angelegten Spannung, die wiederum nicht zu hoch gewählt werden darf. Denn im schlimmsten Falle schmilzt der Heizleiter. 

Die Arten der Wärmeabgabe

Die meisten Elektroheizungen wie Heizlüfter funktionieren nach dem Prinzip der Konvektion. Das bedeutet, die umgebende Luft wird erwärmt, indem die Luftteilchen in Bewegung gesetzt werden. Das kann man bei einem klassischen Heizkörper im Übrigen daran erkennen, dass sich die Gardinen am Fenster leicht bewegen, wenn man diesen einschaltet. Ist der Heizleiter in einem Schamottstein oder in einer Keramikplatte verlegt, erfolgt die Wärmeabgabe via Strahlung. Diese wird von den meisten Menschen als wesentlich angenehmer empfunden. Denn über diese wird nicht die Umgebungsluft erwärmt, sondern Körper und Objekte, die sich in der Nähe befinden. Das hat unter anderem den Vorteil, dass die Wärme auch über einen längeren Zeitraum abgegeben werden kann.

Bei einer Mini-Heizung, bei der Keramik oder ein anderes Material verarbeitet wurde, erfolgt zwar ein gewisser Teil der Wärmeabgabe über Strahlung, aber der überwiegende Teil ist Konvektion. 

Vor- und Nachteile im Überblick

Im Folgenden finden Sie noch einmal die Vor- und Nachteile der Mini-Heizung in einer kleinen Übersicht:

Vorteile

  • Niedriger Stromverbrauch
  • Flexibel einsetzbar
  • Einfache Handhabung
  • Platzsparend
  • Kostengünstig in der Anschaffung

Nachteile

  • Vergleichsweise geringe Leistung
  • Nur punktuelle Wärme, eher ungeeignet zum Beheizen ganzer Räume
  • Konvektion über einen längeren Zeitraum unangenehm

heizung.de Redakteurin Jeannette Kunde

Fazit von Jeannette Kunde

Ob sich eine Mini-Heizung lohnt, richtet sich maßgeblich danach, wie und wo sie eingesetzt werden soll. Um für punktuelle Wärme zu sorgen, weil die Hände oder Füße einfach nicht warm werden wollen, ist sie perfekt. Sie ersetzt aber keine Heizung in einem Raum. Sie ist darüber hinaus nicht für einen Dauerbetrieb ausgelegt. Als kleine Ergänzung, um in einer Garage oder im Hobbyraum sowie im Büro für etwas mehr Wärme zu sorgen, ist sie hingegen sehr gut geeignet. Dabei ist die Auswahl sehr vielfältig. Auch hier sollte der Einsatzort mit in die Entscheidung einfließen. Denn soll sie auf der Terrasse zum Einsatz kommen, muss sie für den Außenbereich geeignet sein. Für Bad und Küche muss unter anderem ein Wasserspritzschutz integriert sein. 

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