Konvektorheizung - Funktionsweise und Leistungsmerkmale

Konvektorheizungen zeichnen sich durch ihre kompakte Bauweise und ihren flexiblen Einsatz aus. Wie die Technik funktioniert und welche Vor- und Nachteile diese Heizungsart hat, erklärt der folgende Abschnitt.  

Funktionsweise einer Konvektorheizung

Bei einem Konvektor handelt es sich um eine Form der elektrischen Direktheizung. Diese macht sich das Prinzip der Konvektion zunutze. In einfachen Worten ausgedrückt, beheizt die Konvektorheizung den Raum mittels Strömungsbewegungen der erwärmten Luft. Die Strömungsbewegung kommt durch die besondere Bauart der Konvektorheizung zustande. So befindet sich im Inneren des Geräts eine Art Auftriebsschacht.

Kovektorheizungen eignen sich auch als Zusatzheizungen

Dieser erzeugt einen vergleichbaren Effekt wie ein Kamin. Zumeist wird die Konvektorheizung vor großen Fensterflächen oder in Bodennähe unter Fenstern positioniert. Zum Einsatz kommen sie vor allem dann, wenn ohne starken Luftstrom, wie es etwa bei Heizlüftern der Fall ist, geheizt werden soll. Als Zusatzheizung sind Konvektoren dank ihrer flachen Bauart ebenso geeignet. Etwa zum Beheizen kleinerer Räume oder Gartenhütten.

Konvektorheizungen machen sich ein physikalisches Gesetz zunutze

Zunutze macht sich eine Konvektorheizung das physikalische Gesetz der thermisch bedingten Luftbewegung. Mittels Erwärmung der Heizdrähte wird die kalte Luft, welche sich am Boden des Raumes befindet, eingesaugt. Diese kalte Luft wiederum wird an den Heizelementen vorbeigeführt, aufgeheizt und weicht seitlich oder von oben wieder in den Raum aus. Die auf diese Weise erzeugte Warmluft zieht aus dem Konvektor weitere Kaltluft von oben an. Dadurch ergibt sich ein permanenter Kreislauf.

Eine Konvektorheizung vor einer Wand.

Dabei dient ausschließlich die Luft als Tragemedium für die Wärme. Aufgrund ihrer effektiven Arbeitsweise gelingt es mit einer Konvektorheizung, Räume innerhalb kürzester Zeit aufzuheizen. Strahlungswärme wird bei diesem Prozess kaum erzeugt. Je nach Modell kann ein Konvektor auch zusätzliche Ventilatoren umfassen, welche die Verteilung der Warmluft unterstützen.

Welche Funktionen eine Konvektorheizung bietet

Erhältlich ist eine Konvektorheizung als fest installierte Wand- Standheizung oder als mobiles Gerät. Im letzten Fall lässt sich die Heizung beliebig in jedem Raum aufstellen. Von großer Bedeutung ist beim Kauf eines Konvektors die Leistung. Bei einem Raum von ungefähr 25 Quadratmetern sollte die Heizung zwischen 2.000 und 2.500 Watt aufweisen. Räume in Häusern mit gutem Energieeffizienzstandard lassen sich auch anhand von Geräten mit einer Leistung von gerade mal 1.000 bis 1.500 Watt gut beheizen. Der Großteil der Konvektoren besitzt darüber hinaus ein integriertes stufenlos regelbares Thermostat. Darüber lässt das sich die Temperatur individuell einstellen. Sobald die Wunschtemperatur erreicht ist, schaltet das Gerät in den Ruhemodus um. Es reaktiviert sich erst wieder, wenn die gewünschte Raumtemperatur unterschritten wird.

Konvektorheizung mit programmierbarer Zeitschaltuhr

Moderne Geräte verfügen ferner über eine Frostwächterfunktion. In diesem Fall wird die Temperatur fortlaufend durch einen Sensor kontrolliert. Ein Frostwächter bietet den Vorteil, die Temperatur vollautomatisch steuern zu können und so Räume vor Frost zu schützen. Ferner kann auch eine programmierbare Zeitschaltuhr zu der Ausstattung einer Konvektorheizung gehören. Beim Kauf einer solchen Heizung sollte grundsätzlich auf Sicherheitshinweise wie etwa das CE Kennzeichen geachtet werden. Denn diese geben Aufschluss darüber, inwiefern das Gerät den Sicherheitsanforderungen genügt. Für den Einsatz im Bad sollte die Heizung zudem spritzwassergeschützt sein. Das kommt an der Kennzeichnung IPx4 oder höher zum Ausdruck.

Konvektorheizung bietet folgende Vor- und Nachteile

Die Vorteile der Konvektorheizung:

  • Konvektoren heizen den Raum effektiv und schnell auf die bevorzugte Raumtemperatur
  • Viele Geräte sind als Frostwächter ohne externes thermostatisches Regelgerät einsetzbar
  • Oftmals sind diese Heizungen mit Tragegriffen ausgestattet, die daher auch bei warmem Gehäuse eine problemlose Mitnahme ermöglichen
  • Externe oder interne Zeitschaltuhren ermöglichen ferner einen zeitgesteuerten Einsatz
  • Vergleichsweise geringe Anschaffungskosten
  • Platzsparende Aufstellung ohne großen Montageaufwand

Die Nachteile der Konvektorheizung:

  • Konvektionswärme wird dennoch weniger angenehm als Strahlungswärme empfunden
  • Kostenintensiver Betrieb infolge eines vergleichsweise hohen Stromverbrauchs
  • Luftzug kann zudem als störend empfunden werden
Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Eine Konvektorheizung ist dann ideal, wenn es darum geht, kalte Räumlichkeiten in kürzester Zeit auf eine wohltuende Temperatur zu bringen. Als mobiles Gerät sind sie flexibel einsetzbar und erfordern angesichts ihrer kompakten Bauweise neben etwas Platz nur eine Steckdose. Frostwächter oder Zeitschaltuhren sorgen dafür, dass sich die Temperatur automatisch reguliert. Im Vergleich zu Strahlungswärme wird die erzeugte Konvektionswärme jedoch nicht immer als angenehm wahrgenommen.

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