Heizung elektrisch betreiben: Wann lohnt sich das?

Die Elektroheizung wird ganz einfach mit Haushaltsstrom betrieben. Das ist unkompliziert und erlaubt bei mobilen Geräten das punktuelle Spenden von Wärme, beispielsweise in besonders kalten Räumen oder in der Nähe vom Schreibtisch für die Füße. Wer eine Heizung elektrisch antreibt, muss aber auch mit hohen Verbrauchskosten rechnen, was nach wie vor den größten Nachteil dieser Heizsysteme markiert.

Welche Heizungen werden elektrisch betrieben?

Es gibt mehrere Arten der Elektroheizung. Sie alle haben eines gemeinsam: Die Anschaffungskosten fallen sehr gering aus, die Verbrauchskosten im Gegenzug sehr hoch. Am bekanntesten sind sicherlich mobile Elektroheizkörper, deren Leistung ab ungefähr 750 Watt beginnt. Sie eignen sich nicht als Primärheizung, lassen sich aber punktuell und zusätzlich einsetzen. Diese Heizkörper gibt es am Markt bereits ab 100 Euro zu kaufen. Nachtspeicherheizungen arbeiten ebenfalls mit Strom und sind vor allem in der Vergangenheit sehr populär gewesen. Sie kommen heutzutage aber nur noch selten zum Einsatz und werden vielmals durch günstigere und praktischere Modelle ersetzt. Ein Nachteil ist auch, dass sich der Nachtstrom preislich kaum vom Tagstrom unterscheidet.

Heizung elektrisch betreiben ist mit einem Radiator möglich
© evgen / fotolia

Infrarotheizungen sind bei Allergikern sehr beliebt

Eine elektrische Fußbodenheizung verspricht besonders hohen Komfort und wird häufig im Badezimmer genutzt. Die laufenden Kosten variieren stark nach der zu beheizenden Fläche. Teilweise werden sie in besonders gut gedämmten Immobilien als Primärheizung verwendet, da der Heizbedarf hier relativ gering ausfällt. Weitere Arten, wie eine Heizung elektrisch betrieben werden kann, sind beispielsweise Natursteinheizungen oder Infrarotheizkörper. Beide kommen insgesamt aber weniger häufig zum Einsatz. Die Infrarotheizung besitzt ganz eigene Vorzüge: so ist sie bei Allergikern sehr beliebt, da sie keinen Staub aufwirbelt. Teilweise wird die gespendete Infrarotwärme zudem als angenehmer empfunden als bei klassischen Heizkörpern, die mit Konvektionswärme arbeiten.

Typische Vor- und Nachteile einer elektrischen Heizung

Die spezifischen Vor- und Nachteile können sich je nach Art der Elektroheizung unterscheiden. Es existieren aber typische Vorzüge und Nachteile, welche generell zutreffen, sofern eine Heizung elektrisch in Betrieb genommen wird. Pluspunkte finden sich bei den sehr geringen Anschaffungskosten, welche weit unter denen von einem "vollwertigen" Heizsystem liegen. Oftmals gibt es eine Elektroheizung schon zum geringen dreistelligen Preis. Die Montage ist zudem flexibel und einfach. Bei mobilen Geräten lässt sich der Standard konsequent verändern. Da keine Abgase entstehen, ist auch kein Abgassystem notwendig, was weitere Kosten spart. Die Elektroheizungen gelten zudem als sehr platzsparend.

Eine E-Heizungen verfügen über eine niedrige Energieeffizienz

Den Vorteilen gegenüber stehen die Nachteile. Wenn die Heizung elektrisch betrieben wird und dabei das Verfahren der Direktstrahlung nutzt, werden die Heizkörper ausgesprochen heiß. Man sollte also auf keinen Fall damit in Berührung kommen, während die Heizung aktiv läuft. Der größte Nachteil ist aber leicht erklärt und überwiegt in der Praxis quasi alle Vorteile: Eine E-Heizung verfügt über eine ausgesprochen niedrige Energieeffizienz. Sie ist zudem im laufenden Betrieb sehr teuer, da auch der Strompreis in Deutschland quasi kontinuierlich steigt und sich sowieso schon auf einem sehr hohen Niveau bewegt. Die hohen laufenden Kosten sind kaum finanzierbar, wenn eine Heizung elektrisch betrieben wird und als einziger Wärmespender in klassischen Immobilien verwendet wird.

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Für einen monovalenten Betrieb, wo die Elektroheizung die einzige Wärmequelle darstellt, eignen sich diese Heizungsformen nur selten. Denkbar ist das lediglich in Passivhäusern mit einer ausgesprochen guten Dämmung, da der Wärmebedarf hier sehr niedrig ausfällt. Dann wird aber dennoch häufiger zur Wärmepumpe gegriffen. Eine Heizung, die elektrisch betrieben wird, empfiehlt sich vor allem als Ergänzung im punktuellen Einsatz.

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