Fußbodenheizung und Laminat in Kombination

Die Kombination aus Fußbodenheizung und Laminat ist äußerst beliebt. Dies liegt einerseits an der hohen Flexibilität der Laminatböden, welche in den unterschiedlichsten Designs verlegt werden können. Anderseits aber auch an der sehr guten Wärmeleitfähigkeit des Materials. Wer beim Verlegen und bei der Auswahl der Materialien vorausplant, kann die Vorteile der Fußbodenheizung über einen langen Zeitraum sorgenfrei genießen.

Die Vorteile von Laminat gegenüber Parkett oder Teppichböden

Während Teppichböden und auch Parkettböden über eine sehr schlechte Wärmeleiteigenschaft verfügen, sieht dies beim beliebten Laminat ganz anders aus. Aus diesem Grund kann der Laminatboden auch im Kombination mit einer Fußbodenheizung wie gewohnt schwimmend verlegt werden und muss nicht, wie die beiden oben genannten Fußbödenbeläge, mit dem Boden verklebt werden, um eine möglichst gleichmäßige Wärmeverteilung zu gewährleisten. Dennoch müssen Hausbesitzer und Handwerker bei der Verlegung des Laminatbodens auf einer Fußbodenheizung einige wichtige Punkte beachten, um alle Vorteile genießen zu können.

Ein Mann installiert über der Fußbodenheizung Laminat
© galitskaya | Fotolia

Durchlasswiderstand der Wärme spielt eine wichtige Rolle

Um eine möglichst gute Übertragung der Wärme von der Fußbodenheizung auf das Laminat zu ermöglichen, spielt der Wärmedurchlasswiderstand eine wichtige Rolle. Dieser wird vom Hersteller bei jedem Laminat angegeben. Allerdings spielen hierbei auch die Dampfsperre und der Trittschallschutz eine wichtige Rolle. Denn beide verfügen über einen eigenen Wärmedurchlasswiderstand. Die drei Widerstandswerte sollten bei der Planung zunächst addiert werden. Die Summe sollte immer unterhalb des Grenzwertes von 0,15 m²K/W liegen. Je geringer der Wert, umso besser die Wärmeübertragung. Kombi-Produkte von Trittschalldämmung und Dampfsperre bieten oftmals bessere Werte als zwei einzelne Produkte. Somit lassen sich häufig noch ein paar Prozentpunkte mehr an Wärmedurchlässigkeit erreichen.

Zulässige Oberflächentemperatur im Auge behalten

Wer über einer Fußbodenheizung Laminat verlegt, sollte sich aber auch über andere Faktoren Gedanken machen. Denn das Laminat hat eine zulässige Oberflächentemperatur, welche von den Herstellern bei allen Laminaten angegeben wird. Diese liegt meistens um den Wert von 27 Grad Celsius und sollte somit beim Betrieb der Fußbodenheizung nicht überschritten werden. Das ist wichtig, da eine dauerhaft höhere Temperatur die Laminatdielen deutlich beschädigen kann. Bei einem längeren Betrieb der Fußbodenheizung unter dem Laminat mit höheren Temperaturen übertrocknet das Laminat und die darin enthaltenen Harze werden spröde und brüchig. Eine Überheizung des Bodens kann also sowohl das Laminat zerstören, als auch die Garantie des Herstellers durch den unsachgemäßen Gebrauch verfallen lassen.

Zulässige Feuchtwerte: Vor allem bei Neubauten ein wichtiger Faktor

Aufsteigende Feuchtigkeit ist ebenfalls ein Problem. Auch diese kann das Laminat angreifen und über kurz oder lang zu Schäden führen. Aus diesem Grund ist eine Überprüfung der Feuchtwerte wichtig, vor allem dann, wenn die Fußbodenheizung neu verbaut und der Heizestrich dementsprechend frisch ist. Empfohlen wird eine Restfeuchte von weniger als 1,8 CM % bei einem Zementestrich und von weniger als 0,3 CM % bei einem Anhydritestrich. Zum Beleg sollte ein Messprotokoll geführt und somit die Verlegereife des Bodens dokumentiert werden. Werden diese Werte erreicht, steht dem Verlegen des Laminats auf der Fußbodenheizung nichts mehr im Wege.

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Kombination aus Fußbodenheizung und Laminat hervorragend miteinander harmoniert, wenn bei der Auswahl der Materialien und bei der Verlegung die entsprechenden Grenzwerte beachtet werden. Einen angenehme Wärme von unten in Kombination mit dem angenehmen Fuß-Gefühl des Laminatbodens machen sich deutlich bemerkbar.

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