Fußbodenheizung elektrisch: Alles über den Klassiker

Da die Fußbodenheizung elektrisch mit Strom betrieben wird, steht sie in keiner direkten Abhängigkeit zu einem Rohstoff, wie das beispielsweise bei der Gas- oder Ölheizung der Fall ist. Im folgenden Artikel erfahren Interessierte mehr über die Funktionsweise, Unterschiede im Betrieb sowie die Vor- und Nachteile dieser beliebten Form der Elektroheizung.

Wie die Fußbodenheizung elektrisch arbeitet

Ein gravierender Unterschied zwischen einzelnen Fußbodenheizungen resultiert aus den unterschiedlichen Funktionsprinzipien. Wahlweise ist diese als eine Teilspeicherheizung oder als eine Direktheizung aufgebaut. In den meisten deutschen Haushalten ist die Direktheizung das Mittel der Wahl. Unabhängig des exakten Modells werden immer Heizmatten, Heizkabel oder beheizte Folien unter den Belag des Fußbodens verlegt.

Dort werden sie durch elektrische Energie erhitzt. Dadurch zieht die freigegebene Wärme nach oben, durch den Fußbelag und schließlich in den Raum. Die Steuerung der Fußbodenheizung elektrisch wird entweder über Temperaturfühler oder Thermostate bewerkstelligt. Eine Kombination aus beiden Optionen ist natürlich ebenfalls denkbar und in der Regel auch die gängige Praxis.

Abbildung einer Fußbodenheizung elektrisch
© panthermedia.net / ronstik

Die Teilspeicherheizung

Bei der Teilspeicherheizung kommt es zu einem recht hohen Aufbau, da der vorhandene Estrich als ein sekundärer Wärmespeicher fungiert. Vorteilhaft ist hier, dass diese Fußbodenheizung elektrisch mit dem oftmals günstigeren Nachtstrom arbeitet. Natürlich nur, wenn man den entsprechenden Vertrag bei einem Stromlieferanten abgeschlossen hat. Zeitgleich resultieren daraus eben auch unmittelbare Nachteile.

So ist es in den Morgenstunden oftmals ausgesprochen warm, da viel Nachtstrom gezogen und verwendet wurde. Zugleich kühlt sich die Heizung in den Abendstunden immer mehr ab, da tagsüber natürlich nicht zwingend Strom bezogen wird - eine Option ist das dennoch. Diese daraus resultierenden Temperaturschwankungen werden aber nicht immer als komfortabel erachtet. Und das vor allem, wenn am Vormittag niemand zuhause ist. Weiterhin wird wirklich günstiger Nachtstrom kaum mehr angeboten.

Die Direktheizung

Wird eine Fußbodenheizung elektrisch als Direktheizung betrieben, profitiert sie von einer wesentlich geringeren Aufbauhöhe. Schließlich existiert kein Estrich als zusätzliches Speichermedium. Stattdessen lassen sich beispielsweise Heizmatten unmittelbar auf dem Estrich platzieren. Der Fußbodenbelag wird im zweiten Schritt dann entweder frei verlegt oder direkt auf diese Matten aufgeklebt. Üblicherweise benötigt eine Direktheizung, die mit dem handelsüblichen Tagstrom arbeitet, nicht mehr als drei Millimeter bis maximal fünf Zentimeter an Aufbauhöhe. Somit bleibt bei der Integration der Fußbodenheizung auch die Ästhetik im Raum gewahrt.

Fußbodenheizung elektrisch: die Vor- und Nachteile

Auch wenn eine Fußbodenheizung elektrisch betrieben wird, ist diese nicht als primäres Heizsystem geeignet. Viel mehr wird sie ergänzend zu den klassischen Heizkörpern genutzt. Aus dem Aufbau und der Konstruktion sowie der Funktionsweise ergeben sich unterschiedliche Vor- und Nachteile bei den Fußbodenheizungen. Diese sollten vor dem Kauf berücksichtigt werden.

Die Vorteile

Als Vorteil ist definitiv der leichte Einbau, auch im Zuge einer Modernisierung, zu nennen. Die Kosten sind selbst bei täglicher Nutzung eher gering, besonders wenn ein günstiger Stromanbieter gewählt wird. Weiterhin generieren die Fußbodenheizungen eine hohe Strahlungswärme. Dadurch breitet sich die Wärme gleichmäßig im Raum aus, was wiederum als sehr angenehm empfunden wird. Da die Fußbodenheizung elektrisch betrieben wird, sind zudem weder ein Kamin noch der regelmäßige Besuch des Schornsteinfegers nötig.

Die Nachteile

Wie bereits eingangs erwähnt, eignet sich eine elektrische Fußbodenheizung nicht als primäres und einziges Heizungssystem. Dafür wird in es Deutschland schlicht zu lang und zu häufig viel zu kalt. Insgesamt wird also eine geringe Heizleistung erzielt. Bei Speicherheizungen geht zudem Flexibilität verloren. Außerdem könnte die hohe Aufbauhöhe hier störend wirken. Für einige Menschen, beispielsweise mit starken Krampfadern oder Durchblutungsstörungen, ist sie generell nicht geeignet.

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