Funktion, Vor- und Nachteile vom Plattenheizkörper

Plattenheizkörper sind in deutschen Haushalten sehr weit verbreitet, was auch daran liegt, dass sich diese über Jahre bewähren konnten. Einen einheitlichen Plattenheizkörper gibt es dennoch nicht. Denn diese können sich unter anderem in ihrer Größe, der Dicke oder der Zahl der Platten unterscheiden. Das Funktionsprinzip bleibt unabhängig davon dennoch bestehen, so auch die Strahlungswärme, die durch diese abgegeben wird.

Plattenheizkörper gibt es in vielen Varianten.

Funktionsweise von modernen Plattenheizkörpern

Wie bereits eingangs erwähnt, zählt man diese zu der Kategorie der Flachheizkörper. Die Stahlbleche, welche schließlich die Wärme aufnehmen und direkt abgeben, können wahlweise profiliert oder glatt strukturiert sein. Die Platten selber werden vom Heizwasser durchflossen, sobald die Heizung aufgedreht wird. Sie erwärmen dieses Wasser folglich nicht selber, diese Aufgabe übernimmt das Heizsystem. Sobald sie sich ausreichend mit Wasser befüllt haben, werden die Platten automatisch wärmer, da sie die Wärme aufnehmen. Im Anschluss geben sie die Wärme via Strahlung an den Raum ab. Viele Menschen empfinden Strahlungswärme als angenehmer im Vergleich zu Konvektionswärme, was man als Vorteil der modernen Plattenheizkörper werten kann.

Normalerweise setzen sich die Heizkörper aus zwei oder drei Platten zusammen, die in einer Reihe montiert und durch Lamellen beziehungsweise Bleche miteinander verbunden werden. Dieses Bauteil stellt sicher, dass möglichst viel Wärme an den Raum abgegeben wird. Je mehr von dieser Platten eingesetzt werden, umso höher beziffert sich auch der Anteil an Konvektionswärme. Besitzt der Plattenheizkörper insgesamt drei Platten und verbindet diese über zwei getrennte Lamellenreihen, dann würde der Anteil der Konvektionswärme recht genau 50 Prozent bemessen. Anhand von Größe, Aufbau und Struktur unterscheiden sich die Heizkörper weiterhin nach unterschiedlichen Typen. Das könnten beispielsweise Typ 30, 33, 22, 21 oder 11 sein - auch andere Typen existieren zusätzlich.

Kosten für die Plattenheizkörper

Für Verbraucher dürfte nicht in erster Linie der Typ entscheidend sein, sondern viel mehr, was dieser in der Installation kosten. Natürlich lassen sich hier wie immer keine verbindlichen Angaben machen, denn den Endpreis bestimmt letztlich der Hersteller. Zudem schwanken die Preise teilweise erheblich nach der Größe und Bauart. Dennoch gelten Plattenheizkörper allgemein als sehr kostengünstig. In einer ganz einfachen Variante, wenn die Optik keine große Rolle spielt und Standardgrößen benötigt werden, können Sie sogar einfach im Baumarkt Ihre Heizkörper kaufen. Kleinere Modelle können bereits ab rund 50 Euro erworben werden, etwas größere Varianten kosten um die 250 Euro - diese Variante würde dann über eine Länge von rund drei Metern verfügen. Neben der Länge steigt der Preis auch mit der Höhe und dem Typ. Je höher die Zahl, die den Typ angibt, desto teurer ist also auch der Plattenheizkörper. Die niedrigen Typen-Zahlen kosten indes wesentlich weniger.

Vorteile und Nachteile der Plattenheizkörper

Erhebliche Vorteile liegen in der Flexibilität, denn sie sind in vielen verschiedenen Bauformen und Größen erhältlich. Das schlichte Design ist nicht zwingend sonderlich schön, aber zumindest in den meisten Fällen auch nicht hässlich - es rückt somit in den Hintergrund. Die Heizkörper mit den Platten sind zudem recht preiswert, langlebig, erfordern keine große Wartungen und lassen sich schnell montieren. Nachteile existieren kaum, wobei einigen Menschen die eher schlichte Optik nicht gefällt.

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Es ist keinesfalls ein Zufall, dass Plattenheizkörper so häufig eingesetzt werden. Sie sind ein erstklassiger Allrounder, der quasi zu jedem Heizsystem passt, wo über Heizwasser geheizt wird. Dank der vielfältigen Auswahl muss Individualität nicht zwingend in den Hintergrund rücken.

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