Plattenheizkörper: Funktion, Vor- und Nachteile

Plattenheizkörper sind in deutschen Haushalten sehr weit verbreitet, was auch daran liegt, dass sich diese über Jahre bewähren konnten. Einen einheitlichen Plattenheizkörper gibt es dennoch nicht. Denn diese können sich unter anderem in ihrer Größe, der Stärke oder der Zahl der Platten unterscheiden. Das Funktionsprinzip bleibt unabhängig davon dennoch bestehen, so auch die Strahlungswärme, die durch diese abgegeben wird.

Funktionsweise moderner Plattenheizkörper

Plattenheizkörper (auch Flachheizkörper) bestehen in ihrer einfachsten Form aus einer Heizplatte. Diese wird direkt vom Heizungswasser durchflossen, wodurch sie sich selbst erwärmt. Die thermische Energie gibt sie dann in Form von Wärmestrahlung an den Raum ab. Soll der Heizkörper mehr leisten, lassen sich die Heizplatten mit weiteren Platten und speziellen Wellblechen kombinieren. Diese sogenannten Konvektionsbleche erwärmen sich ebenfalls durch das Heizungswasser. Die thermische Energie übertragen sie dann jedoch in Form von Konvektion an die durch sie hindurch strömende Luft.

Anhand von Größe, Aufbau und Struktur unterscheiden sich die Heizkörper

Normalerweise setzen sich die Heizkörper aus zwei oder drei Platten zusammen, die hintereinander montiert und durch Konvektionsbleche miteinander verbunden sind. Da mit der Anzahl an Heizplatten und Konvektionsblechen die Wärmeübertragungsfläche zunimmt, steigt damit auch die Leistung der Plattenheizkörper. 

Der Aufbau eines Heizkörpers lässt sich übrigens anhand der Typen-Bezeichnung erkennen. Diese besteht grundsätzlich aus zwei Zahlen, wobei die Erste für die Anzahl der Heizplatten und die zweite für die Anzahl der Konvektionsbleche steht. Ein Beispiel: Ein Plattenheizkörper vom Typ 21 verfügt über zwei Heizplatten, zwischen denen sich ein Konvektionsblech befindet. 

Infografik: die Typenbezeichnung von Flachheizkörpern
© heizung.de

Kosten für die Plattenheizkörper

Wie viel kann ein Plattenheizkörper kosten? Eine pauschale Antwort auf diese Frage ist kaum möglich. Denn die Preise der Heizkörper hängen von zahlreichen Faktoren ab. Neben der Größe kommt es dabei vor allem auch auf den Heizkörpertyp an. Kleinere Plattenheizkörper gibt es bereits für 50 bis 200 Euro. Sollen die Elemente hingegen besonders viel leisten, sind Preise von 200 bis 500 Euro möglich. Sicherheit bringt hier allein das Angebot eines Fachhandwerkers.

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© Africa Studio / Shutterstock.com

Vorteile und Nachteile der Plattenheizkörper

Erhebliche Vorteile liegen in der großen Flexibilität. Denn Plattenheizkörper sind in vielen verschiedenen Bauformen und Größen erhältlich. Die Heizkörper sind außerdem vergleichsweise günstig. Sie bestehen durch eine hohe Langlebigkeit und benötigen keine nennenswerte Wartung. Als Nachteil werten einige die schlichte Optik der profilierten oder planen Heizflächen. Außerdem ist die Reinigung der Konvektionsbleche nicht immer ganz einfach. Vorhandener Staub wird dann in der Luft verwirbelt. Sind die Oberflächentemperaturen sehr hoch, kann er an den Heizkörperoberflächen auch verschwelen, wobei störende Gerüche entstehen. 

Vorteile von PlattenheizkörpernNachteile von Plattenheizkörpern
hohe Effizienz durch NiedertemperatursystemeReinigung der Konvektionsbleche erschwert
günstige Anschaffungskostenkönnen Staub und Gerüche verursachen
hochwertiges Design möglichVerwirbelung von Schmutz und Staub in der Luft
Heizung.de Autor Philipp Hermann
Fazit von Philipp Hermann
Es ist keinesfalls ein Zufall, dass Plattenheizkörper so häufig eingesetzt werden. Sie sind ein erstklassiger Allrounder, der quasi zu jedem Heizsystem passt, wo über Heizwasser geheizt wird. Dank der vielfältigen Auswahl muss Individualität nicht zwingend in den Hintergrund rücken.
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