Frostwächter mit Thermostat – Merkmale und Einsatzgebiete

Frostschäden können gravierende Folgen nach sich ziehen sein. Umso wichtiger ist es, Gebäude, Räume sowie Installationen zu schützen. Möglich ist das zum Beispiel mit einem Frostwächter mit Thermostat. Was darunter genau zu verstehen ist und wo das Gerät zum Einsatz kommt, erklärt Ihnen der folgende Beitrag. 

Was ist ein Frostschutzwächter?

Ein Frostwächter (auch Frostschutzwächter) ist grundsätzlich keine eigenständige Heizungsart. Denn eigentlich handelt es sich hierbei um ein Element der Temperaturregelung, welches in einer Elektroheizung, häufig in einer Art Heizlüfter, verbaut ist. Eine Alternative ist in vielen Fällen ein zwischengeschaltetes Element zwischen Heizgerät und Steckdose. Beide Varianten erfüllen den Zweck, bestimmte Räumlichkeiten vor Schäden durch Frost zu schützen. Das ist vor allem dort wichtig, wo keine Heizung vorhanden ist oder dann, wenn die Anlage ausgeschalten wurde.

Doch umgangssprachlich hat sich der Begriff Frostschutzwächter als Synonym für einen solchen Heizlüfter durchgesetzt. Deswegen ist im Folgenden die Rede vom Frostwächter mit Thermostat.

Frostwächter mit Thermostat verhindern Frostschäden, was mit Eisblumen auf diesem Bild symbolisiert wird. 
© Pascal Huot | heizung.de

Worin besteht die Besonderheit bei einem Frostwächter mit Thermostat?

Damit ein Frostwächter mit Thermostat funktioniert, ist zunächst eine Umgebungstemperatur festzulegen. Wird diese unterschritten, schaltet sich das elektrische Heizgerät automatisch ein. Im Heizbereich kann es dann nicht mehr zu Frostschäden kommen. Vor allem über Nacht oder bei längerer Abwesenheit in bestimmten Räumlichkeiten spielt der Frostwächter eine wichtige Rolle.

Wo kommt ein Frostwächter mit Thermostat zum Einsatz?

Prinzipiell eignet sich ein Frostschutzwächter als Zusatzheizung in kleineren Räumen ohne eigene Heizung. Häufig kommt er aber auch dort zum Einsatz, wo der bestehende Heizkörper nicht ausreicht und ein Austausch nicht möglich oder zumindest zeitweise nicht möglich ist.

Für folgende Heizbereiche kann ein Frostwächter mit Thermostat relevant sein:

  • Keller
  • Vorratsraum
  • Werkstatt oder Kfz-Betrieb
  • Wintergarten
  • Garage
  • Gewächshaus
  • Kleinlager
  • Dachkammer
  • Gäste-WC
  • Garage
  • Gartenhaus heizen
  • Campingwagen
  • Baustelle
  • Großraumbüro

Die Kernaufgabe der Frostwächter ist die temperaturabhängige Steuerung einer Heizung. Die Geräte sollen Frostschäden verhindern und sicherstellen, dass einzelne Räume im Winter nicht übermäßig stark auskühlen. Zum Einsatz kommen die Geräte dabei unter anderem in außen liegenden Küchen sowie Waschküchen oder zeitweise leerstehenden Wohnungen. Auch bei einem Heizungsausfall im Winter kann der Frostwächter mit Thermostat helfen, schwerwiegende Folgeschäden zu verhindern. 

Sonderfall: Frostschutz-Stellung

Generell gibt es auch in anderen Bereichen einen Frostschutzwächter, der nicht unbedingt mit einem Heizlüfter einhergeht. Denn mittlerweile sind die meisten Heizkörper und deren Thermostatventile mit einer sogenannten Frostschutz-Stellung versehen. Das verhindert, dass Heizungsrohre einfrieren. Ähnliche Ausführungen gibt es im Übrigen auch für Wasserleitungen. In beiden Fällen geht es in erster Linie darum, das Einfrieren des Wassers zu verhindern, damit die entsprechenden Leitungen nicht platzen.

 Wie funktioniert ein Frostwächter mit Thermostat?

Einen Frostschutzwächter gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. In jedem Falle handelt es sich um ein Heizgerät, welches mit Strom versorgt wird. Das kann ein Heizlüfter sein. Ebenso gut kann es sich um einen Heizstrahler handeln oder eine Elektroheizung, die in Form eines Flächenheizers daherkommt.

Das Herzstück ist in jedem Falle der Temperatursensor oder Temperaturfühler. Dieser stellt die aktuelle Temperatur fest und reagiert beim Absenken dieser. Die Sensoren können sowohl elektronische Elemente sein als auch bestimmte Materialien, die unter bestimmten physikalischen Veränderungen reagieren. Neben normalen Heiß- oder Kaltleitern kommen dabei sogenannte Platin- oder Silizium-Messwiderstände zum Einsatz. Andere Sensoren beim Frostwächter sind zum Beispiel:

  • Schwingquarz
  • Thermoelemente
  • Bimetalle
  • Faseroptische Bauelemente

Tipps für den Kauf eines Frostschutzwächters

Geht es um den Kauf eines Frostwächters, können die Anschaffungskosten sowie der finanzielle Aufwand für den Betrieb nicht pauschalisiert werden. Denn wenn es sich nur um ein ergänzendes Bauteil handelt, welches zwischen Heizgerät und Steckdose nachträglich eingebaut wird, entfallen die Betriebskosten. Geht es jedoch um den Kauf einer Elektroheizung inklusive Frostwächter mit Thermostat, liegen die Preise in der Regel zwischen etwa 20 und 150 Euro je nach Modell und Hersteller.

Im Dauerbetrieb kann es teuer werden

Doch bei den niedrigen Anschaffungskosten sollten die verhältnismäßigen Betriebskosten nicht außer Acht gelassen werden. Denn, wie erwähnt, handelt es sich hierbei um eine Elektroheizung. Diese stellt also mithilfe von Strom Heizwärme zur Verfügung. Das kann im Dauerbetrieb teuer werden. Deshalb empfiehlt sich diese Lösung nur als Zusatz und nicht als Alternative zu einer Zentralheizung. Ratsam ist es auch, sich vor dem Kauf zu informieren, wie die Frostwächter im Test abgeschnitten haben. 

heizung.de Redakteurin Jeannette Kunde
Fazit von Jeannette Kunde
Umgangssprachlich hat sich der Frostwächter als eine Art Heizlüfter durchgesetzt. Viele Hersteller bieten kleine Elektroheizungen unter diesem Begriff an. Tatsächlich handelt es sich jedoch um ein kleines Bauelement, welches der Temperaturregelung dient. Es nimmt die aktuelle Raumtemperatur wahr. Fällt dieser unter eine bestimmte Grenze, wird die nachgeschaltete Heizung eingestellt. Damit können in bestimmten Bereichen Frostschäden verhindert werden. 
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