Eine Bodenheizung für kuschelige Atmosphäre

Der Gedanke, einen Raum über eine Bodenheizung aufzuwärmen, stammt bereits aus dem römischen Reich. Aufgrund des milden Klimas Italiens war das auch völlig ausreichend. In Deutschland hingegen ist die Bodenheizung eher ein sekundäres Heizsystem. Es befindet sich häufig in ausgewählten Räumen, ersetzt die herkömmlichen Heizkörper aber nicht komplett. Die Fußbodenheizung wird zudem nach mehreren Bauarten unterteilt.

Diese Arten der Bodenheizung gibt es

Eine Untergliederung findet übergeordnet nach Warmwasser-Heizsystemen (die entsprechend mit Warmwasser heizen) und nach elektrischen Systemen statt. Die Warmwasser-Bodenheizungen werden zudem noch in Trocken- beziehungsweise Nasssysteme unterteilt, was es ebenfalls vor dem Kauf zu berücksichtigen gilt.

Eine Bodenheizung verbaut unter Laminat
© panthermedia.net / ronstik

Die Warmwasser-Bodenheizung

Bei einem Nasssystem als Art der Warmwasser-Bodenheizung werden die Heizungsrohre, die für die Wärme verantwortlich sind, unmittelbar in den Estrich gelegt. Dieser befindet sich dafür in einer flüssigen Form. Wahlweise können die Rohre in Verlegeplatten eingespannt oder auf der Dämmschicht abgelegt werden. Um die Wärmeleitung zu erhöhen und damit für eine optimale Effizienz zu sorgen, enthält der Estrich noch einige mit Metall versetzte Zusatzpartikel. Nasssysteme werden im Handel unter anderem als Klett-, Tacker-, Klemmschienen-, oder Noppenplattensysteme angeboten.

Ein Trockensystem unterscheidet sich bei der Bodenheizung dahingehend, dass die Rohre unter den Bodenbelag innerhalb von Schaumplatten verlegt werden. Trockene Platten decken diese ab. Ein Vorteil ist hier, dass sich dadurch die Aufbauhöhe reduziert.

Die elektrische Bodenheizung

Eine elektrische Bodenheizung wird häufig genutzt, weil sich der Einbau als sehr einfach gestaltet. Sie besitzt ferne schnelle Reaktionszeiten und ist zudem verhältnismäßig günstig. Eine Wartung ist bei dieser Variante in der Regel überflüssig, was unter anderem die langfristigen Kosten reduziert. Auf die können Bewohner nicht nur mit ihrem Verbrauch Einfluss nehmen. Wer sich bewusst um einen möglichst günstigen Stromanbieter bemüht, kann die laufenden Kosten der mit Strom versorgten Bodenheizung erheblich senken.

Vor- und Nachteile der Bodenheizung

Die Vor- und Nachteile können sich geringfügig unterscheiden, je nachdem welches System gewählt wurde. Ein großer Vorteil sind im Winter natürlich immer die warmen Füße sowie die relativ gleichmäßige Wärmeverteilung. Befinden sich klassische Heizkörper fest an einer Wand verbaut, reicht der Boden mitsamt der Bodenheizung durch den gesamten Raum. So werden die Temperaturen auch als angenehmer empfunden, wenn man sich nicht unmittelbar neben den Heizkörpern der Primärheizung befindet. Allergiker und Asthmatiker erhalten einen weiteren Vorteil: Eine Bodenheizung wirbelt keinen Staub auf und ist daher sehr verträglich. Wer komplett auf die Primärheizung verzichten möchte, muss zudem keine unschön anzusehenden Heizelemente in den Räumen ertragen. Dies ist in Deutschland aufgrund der kalten Temperaturen im Winter allerdings nur eingeschränkt zu empfehlen.

Eine Fußbodenheizung eignet sich nicht für alle Räume

Nachteile zeigen sich unter anderem bei den Kosten für Einbau und mögliche Reparaturen. Da sie sich unter dem Boden befindet, ist eine Reparatur immer etwas aufwändiger als bei freistehenden Heizkörpern. Zudem eignet sich die Fußbodenheizung allgemein nicht für Räume, die kaum beheizt werden und im Winter folglich unterkühlen. Hierfür liefert sie schlicht nicht genug Leistung. Menschen mit Krampfadern beklagen zudem, dass die Fußbodenheizung den Zustand noch verschlimmern kann. Man sollte also sichergehen, dass keine Erkrankungen an den Füßen oder Beinen vorliegen, welche durch die direkte Wärmeeinwirkung verschlimmert werden könnten.

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Die Bodenheizung wird oftmals mit "Luxus" und "Komfort" verbunden. Kalte Füße gehören mit ihr definitiv der Vergangenheit an, ein weiterer Vorteil ist die Flexibilität beim Einbau, da mehrere Varianten möglich sind. In Deutschland ersetzt sie ein primäres Heizsystem aber nur dann, wenn das Haus über eine ausgesprochen gute Dämmung verfügt oder es sich allgemein um ein Passivhaus handelt.

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