Durchlauferhitzer elektronisch direkt heizen

Stromheizungen, Elektroheizungen, E-Heizsysteme oder Widerstandsheizungen. Die Begrifflichkeiten, unter denen man Heizsysteme erfassen kann, die mit Strom betrieben werden, sind durchaus vielfältig. Anders als beispielsweise bei einer Pelletheizung oder einer Ölheizung, müssen keine Rohstoffe auf Vorrat aufbewahrt werden. Denn die Wärmequelle kommt in ihrer Rohform immer ganz bequem aus der Steckdose. Zugleich muss man zwischen den Speicher- und den Direktheizungen differenzieren.

Unterschied Direkt- und Speicherheizungen

Bevor auf einen Durchlauferhitzer elektronisch eingegangen wird, muss eine Unterscheidung zwischen den zwei übergeordneten Systemen stattfinden. Diese trifft nämlich auch bei der Warmwasseraufbereitung zu. Wird ein Durchlauferhitzer elektronisch betrieben, so wird er damit automatisch auch immer zu einer Direktheizung. Die Alternative dazu, welche ebenfalls Strom als Quelle nutzt, sind die Speicherheizungen. Diese ziehen über Nacht den günstigeren Strom und versuchen dann, ihn möglichst gleichmäßig den Tag verteilt an den Raum abzugeben.

Durchlauferhitzer an der Wand: Ein typisches Beispiel für einen Durchlauferhitzer elektronisch.
© ras-slava / Fotolia

Diese Speicherheizungen gelten aber aus zweierlei Gründen als veraltet. Einerseits ist der Nachtstrom mittlerweile kaum günstiger als der herkömmliche Strom am Tage. Andererseits geht in der Praxis viel an Komfort verloren, da die gleichmäßige Wärmeverteilung den Tag über eben meist doch nicht möglich ist. Die Folgen: es wird gegen Abend hin kälter, wenn die Heizung eigentlich am meisten benötigt wird.

Der Umwandlungsprozess findet unmittelbar statt

Bei einer Direktheizung verhält es sich anders. Hier wird der Strom aus der Steckdose bezogen. Der Umwandlungsprozess findet dann unmittelbar zeitgleich statt. Es werden kein Strom und keine Wärme langfristig gespeichert. Stattdessen richten sich diese Heizsysteme an den unmittelbar benötigten Bedarf. Zugleich haben Direktheizungen das Ziel, die Luft sofort zu wärmen, ohne erst ein weiteres Medium zwischenzuwärmen, wie es bei den Speicherheizungen der Fall ist. Um den Strom selber in Wärme umwandeln zu können, wird der Durchlauferhitzer elektronisch betrieben. Außerdem wird er mit einem widerstandsbehafteten Leiter versehen. Im Fachjargon spricht man von einem "Heizleiter" oder einem "Heizwiderstand". Er kommt in Kontakt mit dem Strom, wodurch er sich erwärmt. Diese Wärme kann dann abgegeben werden.

Durchlauferhitzer als Mittel zur Warmwassererzeugung

Wird ein Durchlauferhitzer elektronisch betrieben, handelt es sich hierbei nun nicht um ein klassisches Heizsystem, welches ganze Räume oder Häuser erwärmen soll. Viel mehr fokussiert sich der Durchlauferhitzer auf die Aufbereitung von Warmwasser. Das macht oftmals das herkömmliche Heizsystem. Bei der Elektroheizung wird jedoch diese weitere Installation notwendig. Wenn der Durchlauferhitzer elektronisch genutzt wird, wird er unmittelbar an die Stromversorgung angeschlossen. Er nimmt dann die benötigte Menge an Wasser und erhitzt diese erst bei der Entnahme auf die gewünschte Temperatur. Ein gutes Beispiel hierfür ist, wenn ein Wasserhahn in der Wohnung aufgedreht wird. Damit ist er quasi das Gegenstück zu einem Boiler. Denn der Boiler verfügt noch über eine zusätzliche Speichereinheit. Diese verstaut das warme Wasser sozusagen "auf Vorrat".

Durchlauferhitzer elektronisch oft in Altbauten

Selbstredend kann sich ein Durchlauferhitzer elektronisch und in der Größe unterscheiden. Kleine Einheiten werden beispielsweise in der Küche, dem Bad oder dem Gäste-WC verwendet. Sie sorgen hier für warmes Brauchwasser. Größere Einheiten finden sich hingegen überall da, wo mehr Wasser benötigt wird, beispielsweise im Keller einer ganzen Wohneinheit. Oftmals wird ein Durchlauferhitzer elektronisch verwendet, wenn beispielsweise in einem Altbau nicht die Möglichkeit besteht, die Brauchwassererzeugung an die Zentralheizung zu koppeln. Und selbst wenn diese besteht, ist sie oft so kostspielig. Das führt dazu, dass sich Bauherren und Vermieter dann doch für den Durchlauferhitzer entscheiden.

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Weil der Durchlauferhitzer das Wasser unmittelbar bei Entnahme aufwärmt, kann er sehr bedarfsgerecht genutzt werden. Da außerdem keine Speichereinheit existiert, nimmt er vor Ort nicht viel Platz weg. Es wird zwischen großen und kleineren Installationen unterschieden.

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