Die Fußbodenheizung-Temperatur richtig einstellen - so geht's

Eine Fußbodenheizung wird in Deutschland immer beliebter, insbesondere in Passivhäusern, Neubauten oder bei aufwendig sanierten Altbauten. Sie sorgt für eine gleichmäßige Wärmeverteilung im Raum und verhindert selbst bei längerem Sitzen kalte Füße. Bei der Fußbodenheizung die Temperatur entsprechend der Immobilie anzugleichen ist aber zwingend notwendig. Nur so ist wirklich effizientes Heizen überhaupt erst möglich, während zugleich der Komfort nicht eingeschränkt wird.

Grundlegendes zur Fußbodenheizung

Ist die Entscheidung gegen andere Heizsysteme und zugunsten einer Fußbodenheizung gefallen, geht es schließlich an die Auswahl des Herstellers und die spätere Montage. Danach rückt dann die Fußbodenheizung-Temperatur in den Mittelpunkt. Zu beachten ist bei den folgenden Werten, dass es sich hierbei tatsächlich um die Fußbodenheizung-Temperatur und nicht die Raumtemperatur handelt. Wie schon bei klassischen Heizkörpern muss die Fußbodenheizung natürlich heißer laufen, um die gewünschte Raumtemperatur zu erzielen. Vorteilhaft ist dabei aber schon, dass diese nie so heiß wie ein Heizkörper wird. Das würde sonst für Bewohner zur imminenten Gefahr werden und sicherlich kein Garant für Komfort sein.

Richtwerte sind keine steifen Richtlinien

Im Wohnzimmer streben Fußbodenheizungen eine Temperatur von 29 Grad Celsius an, im Badezimmer hingegen 33 Grad Celsius. Da darf es deshalb schon etwas wärmer sein, weil man im Bad eher barfuß unterwegs ist oder frisch aus der Wanne beziehungsweise Dusche kommt. 29 Grad entsprechen einer Raumtemperatur von etwa 21 Grad Celsius (+- 2 Grad je nach Dämmung), die 33 Grad entsprechen rund 23 Grad Raumtemperatur. Natürlich sind das keine steifen Richtlinien, von denen Bewohner keinesfalls abweichen dürften. Wer im Haushalt eher aktiv ist, hat es vielleicht gern etwas kühler. Wenn man längere Zeit auf dem Sofa oder am Schreibtisch verbringt, wird es hingegen schneller kalt, dann muss die ideale Raumtemperatur ein wenig hochgedreht werden.

Ein Kind läuft barfüßig über einen Boden und symbolisiert die Fußbodenheizung Temperatur
© ehrenberg-bilder | Fotolia

Einstellung der Fußbodenheizung-Temperatur

Da eine perfekte Zusammenarbeit zwischen Heizkreisverteiler, Heizkessel und Heizkreisregelung notwendig ist, sollte die Konfiguration der Fußbodenheizung alle 24 Monate vom Fachmann überprüft werden. So kann weiterhin eine optimale Effizienz gewährleistet werden. Außerdem ist es für "Fußbodenheizung-Anfänger" wichtig zu verstehen, dass diese nicht wie ein traditioneller Heizkörper arbeitet. Dieser kann hohe Temperaturen abgeben, da man ihn normalerweise nicht direkt berührt - die Fußbodenheizung kann das freilich nicht. Deshalb benötigen Fußbodenheizungen eine längere Anlaufzeit, bis sie tatsächlich die gewünschte Temperatur erreichen. Daher sollten sie auch nie vollständig ausgestellt, sondern lediglich in einen Nacht- oder Sparmodus abgedreht werden. Viele Modelle bieten hierfür entsprechend konfigurierbare Smart-Systeme. Diese fahren zwei bis drei Stunden vorher die Fußbodenheizung-Temperatur automatisch hoch- oder runter, je nachdem, wann Sie aufstehen oder zu Bett gehen.

Außenfühler sorgen konstant für eine optimale Konfiguration

Die Vorlauftemperatur ist eine wichtige Kennzahl bei der Fußbodenheizung-Temperatur. Hochwertige Fußbodenheizungen arbeiten mit einem Außenfühler, der die Außentemperatur misst und den notwendigen Vorlauf automatisch konfiguriert. Ist das nicht der Fall, muss sie selbst eingestellt werden, niemals aber über 35 Grad Celsius, denn das würde an den Füßen zu heiß werden. Generell ist langfristig betrachtet das Nachrüsten eines solchen Fühlers ohnehin empfehlenswert. Damit lässt sich eine konstant optimale Konfiguration hinsichtlich der Außentemperatur gewährleisten. 

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Besonders wenn die Fußbodenheizung als Primärsystem verwendet wird, muss sie sorgfältig eingestellt sein. Außenfühler amortisieren sich sehr schnell, wenn sie nicht ohnehin schon vorhanden sind. Generell sollte die Temperatur aber niemals die 35-Grad-Marke überschreiten. Das kann sonst zu Kreislauf- oder Durchblutungsbeschwerden in den Beinen führen.

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