Der Wasserboiler zur Erzeugung von Warmwasser

Ein Boiler ist eine Installation, die in einem Haushalt fest verbaut wird und hier für die Erzeugung von warmem und heißem Wasser sorgt. Häufig verwendetet alternative Begriffe sind: Warmwasser- und Heißwasserspeicher, Speichererhitzer oder Warm- und Heißwasseraufbereiter. Die Geräte werden mit Wasser befüllt, wärmen dieses direkt oder indirekt auf und leiten es schließlich zur gewünschten Installation beziehungsweise Zapfstelle, beispielsweise dem Waschbecken, weiter. Dort können Bewohner das warme Wasser in der gewünschten Temperatur entnehmen. Die Wasserboiler selber besitzen im Regelfall keine eigene Wärmedämmung. Erfahren Sie im folgenden Artikel, was konkret einen Wasserboiler kennzeichnet und welche Vor- sowie Nachteile sich für den Anlagenbesitzer ergeben.

Der kompakte Überblick: Das ist der Wasserboiler

Sich mit den verfügbaren Methoden der Warmwasseraufbereitung zu beschäftigen, ist durchaus sinnvoll. Hierzu schaut man sich offizielle Statistiken zum Wasserverbrauch im Haushalt einmal näher an. Im Durchschnitt verbraucht eine Person in Deutschland mehr als 40 Liter Warmwasser pro Tag. Um sich beispielsweise zu waschen, den Abwasch zu erledigen oder um zu kochen. Der Wasserboiler ist eine Option zur Aufbereitung des warmen und heißen Wassers. Der Boiler nutzt das installierte Heizsystem oder eine eigene Wärmequelle, um das Wasser aufzuwärmen und verstaut dieses schließlich in einem großen Tank. Dessen Fassungsvermögen kann zwischen den Modellen variieren. Die Größe muss immer auf den Bedarf und die Zahl der Personen abgestimmt werden, um Wärmeverluste weitestgehend zu vermeiden.

Der Wasserboiler hängt an der Wand

Unterscheidung zwischen direktem und indirektem Wasserboiler

In ihrer Funktion muss nach dem direkten und dem indirekten Prinzip differenziert werden. Genau genommen werden lediglich direkt beheizte Warmwasserspeicher auch als Boiler bezeichnet. Für die indirekte Funktionsweise ist der Begriff hingegen nicht präzise genug. Bei der direkten Variante übernimmt beispielsweise eine Heizpatrone oder eine versteckte Flamme die Erwärmung des Wassers. Vor allem in alten Badeöfen wurde dieses Prinzip häufig genutzt. Der traditionelle Wasserboiler nach direktem Prinzip besitzt aber einen eher schlechten Nutzungsgrad. Dieser gilt heutzutage als nicht mehr zeitgemäß und ineffizient.

Indirekte Speicher besitzen eine wesentlich höhere Effizienz

Die indirekten Speicher nutzen, wie bereits eingangs erwähnt, die Heizung und einen Wärmeübertrager im Tank. Normalerweise sind sie in der Nähe vom Heizkessel gelegen, damit das Wasser keine langen Transportwege zurücklegen muss. Anders als der klassische Wasserboiler, besitzen diese Systeme eine wesentlich höhere Effizienz. Sie arbeiten sehr umweltfreundlich und rentieren sich in der Anschaffung deshalb oft schon nach kurzer Zeit. Da das warme Wasser hier aber gelagert wird, kann es zu Keimbildung kommen. Deshalb ist es notwendig, das Wasser über 60 Grad Celsius zu halten, damit sich Keime gar nicht erst bilden. Alternativ kann man den Speicher auch zumindest einmal am Tag auf diese Temperatur hochheizen. Das unterbindet die Keimbildung ebenso.

Gegenüberstellung zum Durchlauferhitzer

Die indirekten und direkten Speicher sind eine Option, die zweite Option ist der Durchlauferhitzer. Getreu seines Namens, wird das warme Wasser hier nicht gelagert, sondern "im Durchlauf" erhitzt und direkt verwendet. Auch bei diesen Durchlauferhitzern existieren Unterschiede. Beispielsweise ob diese mit Strom oder mit Gas betrieben werden. Wer zwischen den einzelnen Varianten schwankt, sollte sich die Vor- und Nachteile verdeutlichen.

Die Vor- und Nachteile eines Wasserboilers

Vorteile vom Boiler sind die Nutzung des Heizungssystems oder einer eigenen Flamme. Zudem können mehrere Zapfstellen zugleich betrieben werden. Die indirekten und direkten Systeme eignen sich zudem eher für Wasser mit einer hohen Härte. Bei der indirekten Variante können auch regenerative Energiequellen daran gekoppelt werden.

Wasserboiler benötigt Zeit, um das Wasser aufzuwärmen

Nachteile der Boiler finden sich vor allem im hohen Platzbedarf. Darüber hinaus können sich in den Speichern und dem Wasser Keime bilden, wenn die Temperatur nicht regelmäßig hochgefahren wird. Zudem lassen sie sich in ihrer Größe zwar auf den Bedarf abstimmen, nicht aber so genau wie ein Durchlauferhitzer. Dieser bereitet immer nur so viel Wasser auf, wie tatsächlich benötigt wird. Des Weiteren benötigt der Wasserboiler etwas Zeit, bis er sich aufgeheizt hat. Die direkte Variante gilt weiterhin als ineffizient.

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Der Wasserboiler wärmt eine vorgegebene Wassermenge auf und bevorratet sie. In seiner Funktionsweise wird zwischen dem direkten und dem indirekten Prinzip differenziert. Ersteres findet sich aber nur noch in sehr alten Anlagen.

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