Der Ölradiator als elektrische Zusatzheizung 

Der Ölradiator ist eine elektrische Heizung, die Räume mithilfe von Strom erwärmt. Die Geräte sind in der Regel als Rippenheizkörper ausgeführt. Sie stehen auf Rollen und sind daher trotz ihrer hohen Masse flexibel einsetzbar. Da der Betrieb mit Strom vergleichsweise teuer ist, eignen sie sich vor allem als Übergangs-, Not- oder Zusatzheizung. Wir erklären, wie ein Ölradiator funktioniert und verraten, was Anschaffung und Betrieb kosten.

Aufbau und Funktionsweise vom Ölradiator

Anders als der Name zunächst vermuten lässt, ist der Ölradiator eine typische Elektroheizung. Sie arbeitet mit Strom aus der Steckdose, der vor Ort direkt in thermische Energie umgewandelt wird. Möglich ist das mit Heizelementen, die sich unter Spannung erhitzen. Ein spezielles Öl nimmt die Wärme auf und gibt die Energie über die Außenhülle des Radiators an den Raum ab.

Ölradiator in einem Wohnzimmer
© sp4764 / Fotolia

Strahlung und Konvektion zur Wärmeübertragung

Typisch für den Aufbau eines Ölradiators ist die Form eines Rippenheizkörpers. Dieser besteht aus zahlreichen miteinander verbundenen Heizplatten, die zusammen eine sehr große Oberfläche schaffen. Über diese geht ein bedeutender Teil der Heizwärme in Form von Strahlung an den Raum über. Anders als bei der Konvektion wie bei einem Heizlüfter erwärmt der Radiator dabei nicht nur die Luft, sondern auch feste Körper. Das sorgt für eine höhere Behaglichkeit und steigert den Heizkomfort. Ein weiterer Vorteil: Der Ölradiator kommt ohne große Luftverwirbelungen aus. Er bringt somit weniger Staub in die Luft und schafft ein besseres Klima.

Heizleistung lässt sich am Ölradiator einfach einstellen

Wie bei einem herkömmlichen Heizkörper können Verbraucher auch bei der Elektroheizung einstellen, wie viel Wärme diese an den Raum abgeben soll. Möglich ist das über die Wahl der Heizleistung. Soll der Wärmekörper weniger Energie in den Raum einbringen, drehen Verbraucher die Wattzahl herab und das Gerät zieht weniger Strom aus der Steckdose. Reicht die Energie nicht mehr aus, um für angenehme Temperaturen zu sorgen, lässt sich einfach eine höhere Stufe einstellen.

Mobiler Einsatz durch Anschluss an die Steckdose

Ölradiatoren wiegen oft mehr als zehn Kilogramm und somit deutlich mehr als Heizlüfter der gleichen Leistung. Sie stehen jedoch auf Rollen und sind daher mobil und flexibel einsetzbar. Begünstigend wirkt hier der einfache Anschluss an die Steckdose. Denn der genügt, um die Heizkörper an einem beliebigen Ort in Betrieb zu nehmen. Übrigens: Moderne Ölradiatoren sind mit einem Überhitzungsschutz ausgerüstet und daher besonders sicher.

Einsatzgebiete der elektrischen Heizkörper

Wie bei allen anderen Arten der E-Heizung, kommt auch der Ölradiator nur für den kurzzeitigen Betrieb infrage. Grund dafür sind die hohen Stromkosten, die beim Heizen entstehen. Lohnen kann er sich aber zum Beispiel als Übergangsheizung in Sommer- oder Gartenhäusern sowie als Zusatz- oder Notheizung. Denn hier punktet das Heizgerät vor allem durch geringe Anschaffungskosten und die schnelle Verfügbarkeit. Letzteres ist vor allem dann von Vorteil, wenn die zentrale Heizung einmal ausgefallen ist.

Ölradiator Kosten bei Anschaffung und Betrieb  

Wer sich einen Ölradiator kaufen möchte, interessiert sich für gewöhnlich auch für die Kosten. Dabei müssen Verbraucher jedoch in Ausgaben für Anschaffung und Betrieb unterscheiden. Kurz und knapp: Ölradiatoren sind günstig zu erstehen, verbrauchen aber teuren Strom. Wie viel, erklären wir in den folgenden Abschnitten.

Einen neuen Ölradiator kaufen: Diese Kosten entstehen  

Zunächst geht es um die Kosten bei der Anschaffung. Diese hängen grundsätzlich von der Leistung und der Ausstattung der Geräte ab. Im Vergleich zu konventionellen Heizungsanlagen, wie einer zentralen Gasheizung mit Heizkörpern, sind sie jedoch eher günstig. So gibt es Geräte namhafter Hersteller im Leistungsbereich von 2.000 bis 2.500 Watt schon für 50 bis 100 Euro.

  • Kosten bei der Anschaffung: 50 bis 100 Euro

Ölradiator - sein Verbrauch und die Betriebskosten

Wer sich für die Kosten des Ölradiators im Betrieb interessiert, kann diese überschlägig ermitteln. Kennen müssen Verbraucher dabei lediglich die durchschnittliche Leistung und die Heizdauer. Multiplizieren sie diese Faktoren des Ölradiator-Verbrauchs mit dem aktuellen Strompreis, erhalten sie im Ergebnis die zu erwartenden Kosten.

  • Kosten im Betrieb: Leistung (in Kilowatt) x Heizdauer (in Stunden) x Strompreis (in Euro pro Kilowattstunde)

Ein Beispiel: Beträgt die durchschnittliche Leistung vom Ölradiator 1.000 Watt (ein Kilowatt) und das Gerät läuft jeden Morgen etwa eine Stunde, verbraucht es etwa sieben Kilowattstunden Strom in der Woche. Multipliziert mit dem Strompreis von rund 0,28 Euro pro Kilowattstunden verursacht der Heizkörper wöchentlich Heizkosten von 1,96 Euro. (Rechengang: 1 Kilowattstunde x 7 Stunden x 0,28 Euro pro Kilowattstunde = 1,96 Euro) 

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Der Ölradiator ist eine Elektroheizung, die das eigene Zuhause flexibel mit wohltuender Wärme versorgt. Sie erzeugt thermische Energie an Ort und Stelle und gibt diese in Form von Strahlung und Konvektion an den Raum ab. Die Heizkörper verwirbeln dabei wenig Luft und sorgen für eine hohe Behaglichkeit. Nachteilig sind die hohen Kosten, die die Geräte im Dauerbetrieb verursachen können.

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