Bodenwärme dank Heizmatten - das steckt dahinter

Heizmatten werden oft noch als Schreibtisch-Heizung oder als Fußwärme-Matten bezeichnet. Unabhängig des genauen Begriffs, handelt es sich aber um ein Produkt aus der gleichen Kategorie. Ihr Einsatz findet punktuell statt, in Abhängigkeit dazu, wo gerade kalte Füße schnell aufgewärmt werden sollen. Das geht zwar einfach, hat aber auch einige Nachteile.

Was genau sind Heizmatten?

Heizmatten sind nicht mit einer Fußbodenheizung zu verwechseln. Da werden zwar mitunter auch Matten verlegt, diese arbeiten aber im Verbund zueinander und besitzen einen eigenen Heizkreis. Die hier beschriebenen Heizmatten sind stattdessen die mobilen Alternativen dazu. Sie lassen sich einfach von A nach B bewegen und sollten auch nicht im Dauerbetrieb laufen. Bei diesen geht es nämlich nicht darum, einen ganzen Raum aufzuwärmen, sondern lediglich punktuell gezielt Wärme zu spenden. Das separate Heizelement wird mit Strom aus der Steckdose betrieben, die folglich vorhanden oder über eine Verlängerung erreicht werden muss. Heizmatten strahlen Direktwärme aus, die sich vor allem rund um den Fußbodenbereich verteilt.

Hitzebeständigkeit als eine unersetzliche Voraussetzung

Damit das in der Praxis funktioniert, muss eine Oberflächentemperatur erzielt werden, die nicht zu heiß, dennoch aber warm genug ist. Weiterhin kommen die Matten in Kontakt mit den Füßen. Sie benötigen daher ein belastbares sowie strapazierfähiges Material, welches zudem elastisch und flexibel sein muss. Wie immer bei Produkten, die Wärme erzeugen, ist eine Hitzebeständigkeit eine unersetzliche Voraussetzung. Im Außenbereich sind die Wasserfestigkeit und Frostresistenz weitere Eigenschaften, die beispielsweise über Normen wie IP 66 (wasserbeständig) oder IP X7 (komplett wasserdicht) erreicht werden. In Innenbereichen sind Natur- oder Kunstgewebe mit antistatischen Eigenschaften das Mittel der Wahl.

Das Bild zeigt eine Heizmatte als 3D-Abbildung
© Alexandr_Mitiuc | Fotolia

Hier kommen Heizmatten zum Einsatz

Alle Einsatzgebiete sind auf eine punktuelle Verwendung beschränkt. Besonders gern werden die Matten am Arbeitsplatz eingesetzt, damit selbst bei längerem Sitzen im Winter nicht die Füße kalt werden. Denkbar ist eine Verwendung aus diesem Grund auch am Esstisch, vor dem Sofa oder beispielsweise am Sessel, auf dem viel gesessen wird. Im Innenbereich, vor allem im Gewerbe, kommen sie in Industrie- und Produktionshallen, an Kiosken oder in Skihütten und auf Weihnachtsmärkten zum Einsatz. In Außenbereichen werden sie nur selten von Privatpersonen genutzt, was sich mit den in Deutschland hohen Stromkosten leicht erklären lässt. Wer dennoch unbedingt etwas Fußwärme möchte, könnte diese auf der Terrasse oder dem Balkon unterbringen.

Heizmatten für das Bett regelmäßig auf Beschädigungen überprüfen

Sonderformen dieser Heizmatten gibt es natürlich, etwa für Hundehütten, damit die Vierbeiner es schön warm haben. Im Terrarium oder in Treibhäusern ist ein Einsatz ebenso denkbar wie im Bett. Speziell da sollten Nutzer aber auf eine hohe Qualität der Matten achten. Denn minderwertige Produkte können schnell zu einer Gefahrenquelle für Hausbrände avancieren. Hersteller schreiben daher oft vor, dass die Matten für das Bett vor jedem Einsatz auf Beschädigungen überprüft werden sollten sowie ständig beaufsichtigt gehören.

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Das, was sie machen sollen, machen die Heizmatten solide und verlässlich: Wärme im Fußbodenbereich, nahe der Füße zu verteilen. Sie sind aber kein Ersatz für eine vollwertige, großflächig installierte Fußbodenheizung. Der Grund findet dafür sich im elektrischen Betrieb dieser. Elektroheizungen sind generell eine sehr teure Alternative, wenn sie denn tatsächlich in Betrieb genommen werden. Der Strompreis, speziell in Deutschland, steht dabei in keinem guten Verhältnis zur erzeugten Wärmeenergie. Daher sind die losen Matten auf einen punktuellen, sporadischen Einsatz ausgerichtet. Da können sie aber für Komfort sorgen, das Wohlbefinden steigern und Muskelschmerzen lindern.

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