Elektroheizung im Bad - lohnt sich das?

Eine Elektroheizung im Bad kann allein oder mit einer Warmwasserheizung schnell für ausreichend Wärme sorgen. Damit bedient sie die besonderen Anforderungen eines Badezimmers. Denn im Gegensatz zu allen anderen Räumen im Haus wird das meist nur kurzzeitig benutzt. Die Temperaturen müssen dabei jedoch deutlich höher sein. Welche Arten einer Elektroheizung im Bad es gibt, wann sie sich lohnen und was bei der Planung zu beachten ist, erklären wir in diesem Beitrag.

Elektroheizung im Bad – Diese Arten gibt es

Geht es um die Wahl für die richtige Elektroheizung im Bad, haben Haus- und Wohnungsbesitzer heute eine große Auswahl unterschiedlichster Arten. Drei typische Beispiele sind:

Konvektoren sorgen schnell für warme Luft

Eine einfache Variante der Elektroheizung im Bad, sind sogenannte Konvektoren. Als frei aufgestellte oder wandhängende Geräte saugen sie die Luft aus dem Raum, führen sie über ein Heizelement und blasen sie dann zurück. Das funktioniert so ähnlich wie bei einem Heizlüfter und sorgt bei ausreichender Leistung sehr schnell für ein mollig warmes Badezimmer. Damit das funktioniert, müssen die stromdurchflossenen Heizelemente jedoch auf hohe Temperaturen gebracht werden. Vor allem im Dauerbetrieb können die meist günstigen Konvektoren, dabei hohe Kosten verursachen.

Thermostat einer Elektroheizung im Bad
© Jörg Lantelme | Fotolia

Strahlungsheizungen schaffen Behaglichkeit mit niedrigen Temperaturen

Eine zweite Möglichkeit für die Elektroheizung im Bad, sind sogenannte Strahlungsheizungen. Diese erwärmen den Raum wie die Sonne selbst, wobei die Wärme erst beim Auftreffen auf feste Körper wie Personen oder Wände spürbar wird. Strahlungsheizungen können zum Beispiel in Spiegel oder Bilder integriert werden und schaffen im Wirkbereich – der bestrahlten Flächen vor den Heizelementen – sofort eine hohe Behaglichkeit. Verlässt man diese Region, ist es jedoch schnell kalt. Im Vergleich zu Konvektoren kommen die Strahlungs-Elektroheizungen im Bad mit niedrigen Temperaturen aus. Auch wenn der Energieverbrauch dabei sinkt, liegen die Kosten im Dauerbetrieb meist höher, als bei einer Warmwasserheizung. Dennoch ist diese Variante im Vergleich zu den anderen elektrischen Wärmeerzeugern eine sparsame Elektroheizung. 

Handtuchheizkörper sorgen für Wärme und trockene Handtücher

Eine dritte Variante der Elektroheizung im Bad sind Design-Heizkörper – sogenannte Handtuchradiatoren, die durch ihre besondere Form nicht nur den Raum erwärmen, sondern auch für trockene Handtücher sorgen. Mit speziellen Heizeinsätzen, die oft einfach in die Warmwasser-Heizkörper eingeschraubt werden können, geben die Wärmekörper dabei auch dann genügend Wärme ab, wenn die Temperaturen im Heizsystem eigentlich sehr niedrig sind.

Das Besondere daran: Viele Elektroheizungen im Bad können im sogenannten Mischbetrieb arbeiten. Dabei werden sie kontinuierlich vom Wasser der Fußbodenheizung durchflossen und sorgen so für trockene und warme Handtücher. Soll sich das Bad schnell aufheizen, können sie dagegen über die Elektroheizung eine höhere Leistung freisetzen und so auch kurzfristig für kuschelig warme Temperaturen sorgen.

Wann lohnt sich eine Elektroheizung im Bad?

Das Badezimmer ist ein Ort der Erholung, in dem es heute mehr denn je um Entspannung und Wohlbefinden geht. Neben einer Einrichtung, die tagtäglich einen Hauch von Urlaub versprüht, kommt es dabei auch auf die richtige Heizung an. Temperaturen von etwa 24 Grad Celsius werden dabei von vielen als angenehm empfunden.

Die Herausforderung: Um Energie zu sparen, ist über weite Teile des Tages eigentlich eine niedrigere Temperatur im Bad ausreichend. Wird es dann aber spontan benutzt, müssen sie innerhalb kürzester Zeit steigen. Eine Aufgabe, mit der vor allem Fußbodenheizungen ihre Probleme haben. Denn durch ihre träge Reaktion benötigen sie anders als Heizkörpersysteme ausreichend Zeit zum Erreichen der optimalen Raumtemperaturen. Eine zusätzliche Elektroheizung im Bad sorgt dabei für Abhilfe. Denn sie setzt kurzfristig eine hohe Leistung frei und kann so auch innerhalb kürzester Zeit für mollige Wärme sorgen. Besonders günstig funktioniert das zum Beispiel mit einem Badheizkörper, der sowohl mit Warmwasser als auch mit Strom betrieben werden kann.

Soll die Elektroheizung im Bad allein für Wärme sorgen, lohnt sich der Einsatz meist nicht. Denn vor allem dann, wenn die Räume recht groß sind, verursachen sie oft hohe Heizkosten. Besonders deutlich wird das, wenn man die Energiekosten einmal vergleicht: Heizt man ein Bad mit der Warmwasser-Zentralheizung, verursacht das etwa sieben bis neun Cent je Kilowattstunde. Wird das Bad dagegen allein mit Strom beheizt, verursacht jede Kilowattstunde Ausgaben von rund 27 Cent – dem aktuellen Strompreis.

Eine sparsame Elektroheizung im Bad - worauf ist bei der Auswahl zu achten?

Planen Hausbesitzer die Installation einer Elektroheizung im Bad, sollten sie vor allem darauf achten, dass die Systeme auch für den Einsatz in Nass-Räumen geeignet sind. Erkennbar ist das zum Beispiel an der Schutzkennzeichnung IPx4 oder höher auf dem Typenschild.

Eine eigene Kategorie für eine sparsame Elektroheizung im Bad mit entsprechendem Siegel oder Ähnlichem gibt es nicht. Insbesondere Kosten können Sie mit einem solchen Heizkörper nicht sparen. Aber für den punktuellen und zeitlich begrenzen Einsatz kann eine Elektroheizung im Bad durch sinnvoll sein. Damit kann sie auch sparsam sein, denn die Heizanlage selbst muss nicht für die halbe Stunde Duschen eingeschaltet werden. 

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Eine Elektroheizung im Bad lohnt sich vor allem dann, wenn sie zur Ergänzung einer vorhandenen Fußbodenheizung installiert wird. Denn dann kann die Fußbodenheizung sparsam für eine Grundtemperierung im Badezimmer sorgen, während die Elektroheizung schnell hohe Temperaturen schafft.

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