Die elektrische Fußbodenheizung und ihre Vorteile

Schon im alten Rom erfreute sich die Fußbodenheizung als Art der Elektroheizung größter Beliebtheit. Kein Wunder, denn es gibt kaum etwas Schöneres, als auch in der dunklen Jahreszeit immer mit warmen Füßen im Haus unterwegs sein zu können. Mittlerweile gibt es die verschiedensten Modelle. Die Modelle reichen von der mit Warmwasser betriebenen Fußbodenheizung bis hin zur Heizung im Boden, die mit Strom betrieben wird. Entdecken Sie die Möglichkeiten, die eine solche Heizung bietet in unserer Kurzübersicht zu diesem Thema.

Fußbodenheizung - Behagliche Wärme und freie Raumgestaltung

Das Geheimnis einer Fußbodenheizung liegt in der ganz besonderen Wärme, die sie entfaltet. Nach und nach steigt die Wärme nach oben auf und entwickelt sich dann allmählich im Raum, bis schließlich eine gleichmäßige Wärmeverteilung erreicht ist. Herkömmliche Heizkörper sind nicht in der Lage, eine ebenso angenehme wie auch niedrigere Raumtemperatur zu kreieren. Diese Art der Flächenheizung ist zudem klimaneutral und punktet mit einer hohen Energieeffizienz. Denn mit einer guten fachmännisch eingebauten Fußbodenheizung können Sie Ihre Energiekosten um bis zu zwölf Prozent senken.

Füße auf einem Holzboden mit Fußbodenheizung
© ehrenberg-bilder / Fotolia

Interior-Design-Fans schätzen eine Heizung im Boden vor allem deshalb, weil so eine viel flexiblere Raumgestaltung möglich ist. Schließlich gehören wuchtige Heizungskörper an den Wänden mit einer Fußbodenheizung der Vergangenheit an. Und auch wer unter Asthma oder unter einer Hausstauballergie leidet, wird die angenehme Wirkung dieser Heizung zu schätzen wissen. Denn durch die kaum vorhandene Luftzirkulation wird auch kaum Staub aufgewirbelt. Ein weiterer positiver Aspekt im Gesundheitsbereich ist die Möglichkeit, durch die Fußbodenheizung Schimmel vorzubeugen.

Aufbau einer Fußbodenheizung

Eine Fußbodenheizung gehört zur Kategorie der Flächenheizungen. Das heißt, über eine große Fläche wird Heizwärme abgestrahlt. Neben der Heizung im Boden gibt es diese Art des Heizens auch für Wände oder Decken. Ein besonderer Vorteil besteht in der sogenannten niedrigen Vorlauftemperatur. Diese beschreibt die Temperatur in einem zentralen Heizungssystem an der Stelle, an welcher das Heizwasser dem Heizkörper beziehungsweise in diesem Falle der Fußbodenheizung zugeführt wird. Eine eher niedrige Vorlauftemperatur sorgt vor allem in Kombination mit einer guten Dämmung für geringe Energiekosten. 

Damit dies funktioniert, ist der richtige Aufbau einer Fußbodenheizung zu beachten. Folgende Komponenten müssen vorhanden sein:

  • Dämmung
  • Heizungsrohre
  • Estrich
  • Randdämmstreifen
  • Bodenbelag

Infografik Aufbau einer Fußbodenheizung
Aufbau einer Fußbodenheizung

Fußbodenheizung bei Parkett oder Laminat

Bei einer elektrischen Heizung im Boden wird die Wärme über spezielle Heizmatten oder Heizfolien produziert. Da die Heizmatten selbstklebend sind, lassen sie sich in der Regel auch leicht installieren. Vor dem Einbau einer elektrischen Fußbodenheizung muss gewährleistet sein, dass der Unterboden nicht nur trocken ist. Er muss auch über die notwendige Stabilität verfügen. Konnten Fußbodenheizungen in der Vergangenheit ausschließlich unter Steinböden verlegt werden, ist jetzt dank neuester Technologien auch die Installation einer Fußbodenheizung unter Parkett oder Laminat möglich.

Per Temperaturregler wird die Heizung dabei so eingestellt, dass der Boden zu 70 Prozent mit Wärme bestrahlt wird. Die restlichen 30 Prozent entfalten sich per Wärmemitführung direkt im Raum. Damit dies erfolgreich ist, sollten Sie sicherstellen, dass es zu keinen Hitzeblockaden durch die Fußbodenheizung kommen kann. Denn eine elektrische Fußbodenheizung darf auf keinen Fall unter statisch eingebauten Gegenständen wie etwa einer Dusche oder einer Badewanne angebracht werden.

Wann kommt eine Heizung im Boden in Frage?

Keine Frage, die Fußbodenheizung bietet jede Menge Vorteile. Bevor Sie sich zum Kauf und der Installation entscheiden, sollten Sie noch folgende Fakten überdenken. Eine Heizung im Boden reagiert auf den Temperaturregler immer mit einer gewissen Zeitverzögerung. Es wird also nicht adhoc warm, sondern erst nach und nach. Die Installation einer Heizung im Boden kann je nach Beschaffenheit des Untergrunds mit aufwändigen Sanierungsarbeiten verbunden sein. Gerade die Kombination mit Teppichböden ist - abhängig von der Art und dem Material des Teppichs - mitunter schwierig. Daher sollte hier zuvor immer erst ein Experte zurate gezogen werden.

Durch den Einbau einer Fußbodenheizung sparen Sie langfristig Energiekosten und damit bares Geld. Eine Installation geht allerdings oft einher mit hohen Reparatur- und Einbaukosten. Und je älter eine Fußbodenheizung ist, umso schwieriger gestalten sich dann auch die Sanierungsarbeiten. Etwa, wenn ältere Rohrleitungen verstopfen und daher erst wieder aufwändig ersetzt werden müssen. Und so behaglich die Wärme am Fuß sein mag - wer unter Venenproblemen leidet, sollte unbedingt darauf achten, dass die Fußbodenheizung nicht zu heiß eingestellt ist.

Heizung.de Autor Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Die Fußbodenheizung erzeugt eine behagliche und kontinuierliche Wärme, die ein sehr angenehmes Raumklima ergibt. Zudem werden ganze Zimmer dank einer unsichtbaren Fußbodenheizung in punkto Gestaltungsmöglichkeiten wesentlich vielseitiger, da störende Heizkörper entfallen und wesentlich mehr Spielraum zum Arrangieren von Möbelstücken entsteht. Asthmatiker oder Allergiker profitieren von der geringen Staubentwicklung, die eine elektrische Fußbodenheizung mit sich bringt. Auch dem Befall von Sporen oder Schimmel wird so vorgebeugt. Dank modernster Technologien ist die Installation einer elektrischen Fußbodenheizung mittlerweile kein langfristiges und aufwändiges Bauprojekt mehr, sondern lässt sich schnell und einfach innerhalb kurzer Zeit umsetzen. Selbst Altbauten können mittlerweile mit einer elektrischen Fußbodenheizung aufgerüstet werden - vorausgesetzt, man lässt die entsprechenden Experten ran.

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