Rentabilität der Brennstoffzellenheizung: Wann lohnt sie sich?

Die Brennstoffzellenheizung funktioniert nach dem Kraft-Wärme-Kopplung-Prinzip, welches schon zur Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckt wurde. Mit ihr ist es nicht nur möglich Wärme zu erzeugen, sondern sich zugleich mit Strom selbst zu versorgen. Das rückt sie immer wieder in den Fokus von Eigenheimbesitzern. Wie sieht die Rentabilität der Brennstoffzellenheizung aber tatsächlich aus?

Schaubild Rentabilität Brennstoffzellenheizung

So arbeitet die Brennstoffzellenheizung

Wie bereits eingangs erwähnt, arbeitet dieses System nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung, kurz KWK. Anders als Blockheizkraftwerke, welche mechanisch mit einem Motor arbeiten, arbeitet die Brennstoffzellenheizung auf Basis eines elektrochemischen Prozesses, welcher im Fachjargon als „kalte Verbrennung“ bezeichnet wird. Dabei werden Brennstoffzellen und deren Wasserstoff mit Erdgas zusammengeführt, wodurch es zu einer Reaktion kommt, welche einer Knallgasreaktion sehr ähnlich ist. Der Wasserstoff verbindet sich mit Sauerstoff und wird schließlich zu Wärme. So liefert das Heizsystem Brauch- und Heizwasser. Weiterhin entsteht bei diesem Vorgang eine elektrische Spannung, welche schließlich zur Stromerzeugung genutzt wird. Hier liegt auch der Kernpunkt, wenn die Rentabilität der Brennstoffzellenheizung betrachtet wird, denn der erzeugte Strom wird zur Eigennutzung verwendet. Auf diese Weise muss weniger Strom von einem Stromanbieter bezogen werden.

Rentabilität der Brennstoffzellenheizung im Einfamilienhaus

Die Rentabilität der Brennstoffzellenheizung, also ob diese sich mittel- und langfristig tatsächlich lohnt, hängt ganz entscheidend von der Größe des Hauses und damit natürlich auch dem Verbrauch ab. Unter anderem müssen Warmwasser-, Strom- und Wärmeverbrauch individuell berücksichtigt werden, da das Heizsystem alle drei Bereiche abdecken kann. Pauschal lässt sich sagen, dass die Rentabilität der Brennstoffzellenheizung eher langfristig angelegt ist. Es ist also nicht damit zu rechnen, dass sich diese schon nach wenigen Jahren tatsächlich amortisiert hat. Weiterhin ist die Rentabilität der Brennstoffzellenheizung immer nur dann sinnvoll, wenn sie eine hohe Auslastung im Jahr vorzuweisen hat. Sie eignet sich also nicht für sporadische Einsätze, dann ist eine Amortisierung quasi ausgeschlossen – selbst über zahlreiche Jahre.

Berücksichtigung individueller Faktoren

Weiterhin sollten bei der Kalkulation individuelle Faktoren wie der Grad der Dämmung und der Stand der Sanierung berücksichtigt werden. Auch eventuell notwendige bauliche Anpassungen müssen bereits vorab mit eingerechnet werden, da diese sich quasi zum eigentlichen Kaufpreis des Heizsystems hinzu addieren. Zuletzt ist selbst der Verlauf der Versorgungsleitungen entscheidend. Dadurch, dass die Rentabilität der Brennstoffzellenheizung sehr komplex errechnet wird und ihr mehrere volatile Faktoren zu Grunde liegen, ist es oftmals empfehlenswert einen Installateur zu kontaktieren. Dieser kann alle einzelnen Komponenten in seine Rechnung einfließen lassen und dann eine authentische Aussage treffen. Das ist auch deshalb wichtig, weil die Brennstoffzellenheizung in der Anschaffung wesentlich mehr kostet als andere Heizsysteme.

Anschaffungskosten und Förderung

In der Anschaffung ist, je nach Modell, Hersteller und weiteren sekundären Kosten, mit rund 10.000 bis 25.000 Euro zu rechnen. Sind sehr komplexe bauliche Maßnahmen notwendig, können diese Kosten sogar noch weiter ansteigen. Vorteilhaft sind zahlreiche Programme zur Förderung für eine Brennstoffzelle, welche die Rentabilität der Brennstoffzellenheizung steigern, indem sie die anfallenden Anschaffungskosten erheblich reduzieren. Um diese Förderoptionen zu erhalten, muss die Anlage selber einige Voraussetzungen erfüllen, darunter unter anderem Vorschriften zum Wirkungsgrad. Für exakte Aussagen hinsichtlich der zu erwartenden Rentabilität einer Brennstoffzellenheizung ist aber nach wie vor der Rat eines Installateurs angeraten.

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