Brennstoffzellen in Deutschland: Förderung

Geht es um die Beheizung von Gebäuden, sind Brennstoffzellen in Deutschland noch nicht weit verbreitet. Ein Grund dafür könnte in den hohen Anschaffungskosten liegen. Mit staatlichen Zuschüssen von mehr als 40 Prozent soll die Markteinführung nun schneller vonstattengehen. Wir erklären, wie Hausbesitzer von der Förderung für Brennstoffzellen in Deutschland profitieren.

KfW-Mittel für Brennstoffzellen in Deutschland

Möchten Hausbesitzer und Bauherren von der hohen Förderung für eine Brennstoffzellenheizung profitieren, müssen sie sich an die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wenden. Denn die Bank vergibt hohe Zuschüsse, die die Anschaffungskosten deutlich senken. Ausschlaggebend ist dabei das Programm 433 „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle“. Es ist Bestandteil des Anreizprogramms für Energieeffizienz und soll Verbraucher zu Investitionen in Wohnqualität und effizientes Heizen motivieren.

Antragsberechtigt sind dabei alle, die Brennstoffzellen in Deutschland installieren und eine Wohnung, ein Ein- oder ein Zweifamilienhauses haben. Wichtig ist außerdem, dass Verbraucher die Immobilie selbst bewohnen und die Brennstoffzellenheizung eine elektrische Leistung von 250 bis 5.000 Watt besitzt. Das Alter des Gebäudes wirkt sich hingegen nicht auf die Förderung aus.

Junge Familie informiert sich online über Fördermittel für Brennstoffzellen in Deutschland

Zuschüsse in Höhe von 40 Prozent der Kosten

Beantragen Verbraucher die Zuschüsse für Brennstoffzellen in Deutschland, bekommen sie bis zu 40 Prozent der Anschaffungskosten von der KfW erstattet. Die Förderung setzt sich dabei aus einem Basis- und einem Bonusbetrag zusammen. Während Hausbesitzer dabei grundsätzlich 5.700 Euro für jede zugelassene Brennstoffzellenheizung bekommen, gibt es noch einmal 450 Euro je 100 Watt elektrischer Leistung. Für eine Heizung, die 750 Watt elektrisch leistet, gibt es dabei:

  • 5.700 Euro als Basisförderung
  • 3.600 Euro als Bonusförderung
  • 9.300 Euro insgesamt für Brennstoffzellen in Deutschland

Die Mittel sind auf maximal 40 Prozent der Anschaffungs- und Installationskosten begrenzt.

Anforderungen an Brennstoffzellen in Deutschland

Damit die KfW die hohen Fördersummen tatsächlich auszahlt, müssen die Heizgeräte einige Anforderungen erfüllen. Besonders wichtig ist es dabei, dass die stromerzeugende Heizung sowohl in die Wärme- als auch in die Stromversorgung des Gebäudes eingebunden wird. Den Einbau sollte dabei ein vom Hersteller geschulter Installateur übernehmen, der im gleichen Zuge auch einen hydraulischen Abgleich durchführt. Voraussetzung ist außerdem eine hohe Effizienz der Brennstoffzellen in Deutschland. Während der Gesamtwirkungsgrad zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme dabei mindestens 82 Prozent betragen muss, gilt für den elektrischen Wirkungsgrad ein Wert von 32 Prozent als Untergrenze. Damit die Geräte auch im Betrieb zuverlässig arbeiten, müssen Hausbesitzer auch einen Vollwartungsvertrag für eine Mindestlaufzeit von zehn Jahren abschließen. Die nachfolgende Liste stellt die technischen Anforderungen noch einmal zusammen:

  • Einbindung in Wärme- und Stromversorgung des Hauses
  • Einbau durch ein vom Hersteller geschultes Fachunternehmen
  • Hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage ist erforderlich
  • Bei der Inbetriebnahme ist ein Gesamtwirkungsgrad von mindestens 82 Prozent und ein elektrischer Wirkungsgrad von mindestens 32 Prozent nötig
  • Vollwartungsvertrag über mindestens zehn Jahre ist abzuschließen

Vergütung für selbst erzeugten Strom

Auch abseits der KfW-Förderung, gibt es für die Besitzer von Brennstoffzellen in Deutschland finanzielle Zuschüsse. So zum Beispiel über das KWK-Gesetz. Denn das sieht Zahlungen von acht Cent für jede eingespeiste und vier Cent für jede selbst verbrauchte Kilowattstunde Strom vor. Die Mittel gibt es dabei zusätzlich zu den durchschnittlichen Preisen für Grundlaststrom an der Strombörse und einer Vergütung für vermiedene Netzkosten. Voraussetzung ist die Installation eines KWK-Gerätes mit einer elektrischen Leistung von nicht mehr als 50 Kilowatt.

Das Besondere daran ist, dass sich Besitzer von Anlagen mit maximal zwei Kilowatt elektrisch die Vergütung für 60.000 Betriebsstunden bereits vorab auszahlen lassen können. Möglich ist dies über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zu je vier Cent pro Kilowattstunde. Maximal gibt es dabei noch einmal 4.800 Euro (2 kWel * 60.000 h * 0,04 €).

Die Mittel erhalten die Anlagenbesitzer jedoch nur, wenn die Brennstoffzellenheizung auch förderfähig ist. In einer Liste führt das BAFA alle zugelassenen Geräte.

Förderung für Brennstoffzellen in Deutschland beantragen

Geht es um die Beantragung der KfW-Mittel, funktioniert das einfach über das Zuschussportal der KfW. Wichtig ist jedoch, dass Verbraucher die Anträge vor dem Beginn der Bauarbeiten zusammen mit einem Energieberater stellen.

Die BAFA-Förderung gibt es hingegen nach einer elektronischen Anzeige der Brennstoffzellen in Deutschland. Möglich ist das zum Beispiel über die Onlineplattform des BAFA. Die Zuschläge zahlt der Netzbetreiber, nachdem Verbraucher die Eingangsbestätigung der Anzeige zusammen mit einem Inbetriebnahmeprotokoll der Heizung an diesen gesandt haben.

Heizung.de Autor Alexander Rosenkranz

Fazit von Alexander Rosenkranz

Wer sich für Brennstoffzellen in Deutschland interessiert, profitiert heute von besonders hohen Fördermitteln. Neben Zuschüssen der KfW, die allein schon 40 Prozent der Anschaffungskosten abdecken, gibt es dabei auch eine Vergütung für den selbst erzeugten Strom. Das Besondere daran ist, dass sich die Vergütung zu Beginn mit einmal auszahlen lässt.

Beratung durch Ihren Heizungsinstallateur vor Ort

Sie benötigen eine individuelle Beratung oder ein Angebot für Ihre neue Heizung?

news-icon

Neueste Artikel

Vom 02. September 2017

Wasserstoff ist elementar auf der Erde. Doch in reiner Form nur sehr selten zu finden. Soll es als Energieträger fungieren, muss es zunächst erzeugt werden. Wie das funktioniert, zeigt der Artikel. weiterlesen

Vom 03. Juni 2017

Mikro-KWKs mit Brennstoffzelle arbeiten effizient, sauber und leise durch die Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff. Aber was unterscheidet sie von andern KWK-Geräten, was kosten sie und wo lassen sie sich einsetzen? weiterlesen

Vom 24. Mai 2017

Neben der steigenden Unabhängigkeit durch die eigene Produktion von Strom und Wärme gibt es noch viele weiteren Vorteile der Brennstoffzelle. Aber welche sind das eigentlich? weiterlesen

Vom 03. Mai 2017

Unsere Infografik zur Brennstoffzellenheizung zeigt alle wichtigen Fakten zur Funktionsweise, Förderung, Brennstoffen sowie den Vor- und Nachteilen der Brennstoffzelle. Alles auf einen Blick - verständlich aufbereitet! weiterlesen

News article img

Artikelbewertung