Förderung der Brennstoffzelle in Deutschland

Mit der Förderung der Brennstoffzelle unterstützen Länder, Bund, Kommunen und einzelne Institutionen den Umstieg zu möglichst effizienten und umweltfreundlichen Energiequellen. Gefördert werden Modernisierungen und Erstinstallationen, sofern die dafür veranschlagten Bedingungen durch den Verbraucher erfüllt werden. Die Programme zur Förderung der Brennstoffzelle sind bundesweit verfügbar. Separate Alternativen finden sich auf regionaler Ebene standortbezogen.

Lachende Frau mit roten Haaren hält Sparschwein in der Hand da sie sich über die Förderung der Brennstoffzelle freut

Bundesweite Fördermittel für Förderung der Brennstoffzelle nutzen

Wie gewohnt, beteiligt sich auf Bundesebene auch die KfW-Bankengruppe an der Förderung einer Brennstoffzelle. Diese Förderprogramme wurden in den vergangenen Jahren sogar weiter angehoben, um erneut den Umstieg auf moderne Systeme zu forcieren und fossilen Brennstoffen langsam aber stetig den Rücken zu kehren. Gefördert werden auf Bundesebene sowohl Privatpersonen als auch Gewerbe, solange es sich bei den Gewerben um sogenannte kleine und mittelständische Unternehmen handelt. Förderbar sind Mini-KWK-Anlagen mit Brennstoffzellen bis zu maximal 20 Kilowatt.

Die Höhe der Forderung variiert nach der Höhe der Leistung, angefangen bei 1.900 Euro bis zu einem Kilowatt. Im Bereich bis zu 4 Kilowatt steigt diese um jeweils 300 Euro pro Kilowatt an. Danach steigt sie bis 10 Kilowatt um jeweils 100 Euro an. Zwischen 10 und 20 Kilowatt Leistungsfähigkeit greift die Förderung lediglich noch mit 10 Euro pro erreichtem weiterem Kilowatt. Die Fördersumme der KfW-Bankengruppe reduziert sich, wenn bereits ein Wärmespeicher mit einem Alter von über fünf Jahren vorhanden ist. Eine Brennstoffzellen-Heizung mit 750 Watt elektronischer Leistung wird zum Beispiel mit über 9.000 Euro über das Förderprogramm 433 „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle“ der KfW-Bankengruppe gefördert.

Das BAFA sowie das BMWi leisten ebenfalls eine Förderung

Neben dieser Basis-Förderung der Brennstoffzelle samt entsprechender Anlage sind auch weitere Förderungen möglich. Diese werden dann ausgezahlt, wenn bestimmte Kriterien erreicht werden. Die aktuellen Konditionen, um die Basis-Förderung der Brennstoffzelle zu übersteigen, können bei der KfW-Bankengruppe in Erfahrung gebracht werden. Unter anderem werden Boni ausgegeben, wenn der elektrische Wirkungsgrad höher ist als der geforderte Grad. In diesem Fall steigt die Förderung um 60 Prozent. Möglich ist auch eine zusätzliche Förderung um 25 Prozent, wenn ein hydraulischer Abgleich durchgeführt wird und bereits ein Brennwert-Modul verbaut ist. Ebenfalls fordert die KfW für ihre Förderung der Brennstoffzelle einen Wartungsvertrag. Dieser stellt sicher, dass die Anlage regelmäßig durch den Fachmann geprüft und gewartet wird. Zusätzlich ergibt sich ein Katalog aus rund einem Dutzend weiterer Bedingungen, welche vom Antragsteller stets erfüllt sein müssen.

Das BAFA sowie das BMWi leisten ebenfalls eine Förderung für die Brennstoffzelle. Diese richten sich an die sogenannte Zielgruppe der „Nachfragebündler“, welche planen, mehrere der Geräte bei einem Endkunden installieren zu lassen. Gewerbetreibende und/oder Handwerker können sich damit gegebenenfalls ebenfalls eine Förderung für die Brennstoffzelle sichern.

Viele Bundesländer bieten eigene Förderung für die Brennstoffzelle an

Weil der Markt der Brennstoffzelle aber noch ziemlich jung ist und die Produkte teils erläuterungsbedürftig sind, haben viele Bundesländer mittlerweile eigene Förderungen erhoben. Diese können nur dann beansprucht werden, wenn Sie in dem jeweiligen Bundesland wohnen oder, im Falle von Gewerbeförderungen, hier Ihren Unternehmenssitz halten. Nordrhein-Westfalen unterhält dafür beispielsweise das Programm „progres.nrw – Programmbereich KWK“, auch Hessen besitzt eine eigene Förderung der Brennstoffzelle. Zusätzlich bieten einige private Institute kleinere Zuschüsse oder günstige Kredite an, wenn auf ein Mini-KWK mit Brennstoffzelle umgestiegen wird. In diesem Fall sollten Sie sich vor der Anschaffung mit Ihren persönlichen regionalen Gegebenheiten auseinandersetzen und anhand der Förderprogramme eine Entscheidung treffen. Einer der Vorreiter der Förderungen auf Länderebene war Sachsen, welches bereits im Jahr 2013 ein entsprechendes Programm erhoben hat. Baden-Württemberg fördert ebenfalls sogenannte hocheffiziente Brennstoffzellen-Mikro-KWKs bis hin zu 10 kWel. Letztere Förderung wird gestaffelt und nach Leistung gezahlt.

Philipp Hermann

Fazit von Philipp Hermann

Auch wenn der Markt noch jung ist, so wurde er doch als Wachstumsmarkt identifiziert. Folglich beteiligen sich zahlreiche Institutionen, Länder und Co. an den Finanzierungsmöglichkeiten. Auf Bundesebene ist das Angebot noch ausbaubar, damit ist in den kommenden Jahren aber zu rechnen. Immer sollten Sie sich informieren, ob und wie Sie einzelne Förderungen kombinieren können und ob diese als Zuschuss oder rückzahlbarer Kredit ausgestellt werden.

Beratung durch Ihren Heizungsinstallateur vor Ort

Sie benötigen eine individuelle Beratung oder ein Angebot für Ihre neue Heizung?

  • Geprüfte Fachbetriebe in Ihrer Region
  • Unverbindliche und kostenlose Vermittlung
Jetzt Installateur finden!